Alleenbäume in Frankfurt immer im Stress


Kastanienblüte an vertrocknenden Ästen

In der Bockenheimer Landstraße blühen jetzt Ende September Kastanienbäume, die schon seit August ohne Blätter dastehen. Immer mal wieder treiben Bäume zu ungewöhnlicher Jahreszeit Blüten, obwohl die Tage kürzer werden und die Vegetation sich zur Winerruhe begibt. Bei den Kastanien mutet es mich dennoch merkwürdig an, als würden sie um Hilfe schreien bevor sie gänzlich absterben.

Pflegekonzept fehlt

Die vielen Kastanien, die nun blattfrei in der Allee stehen, hatten wie alljährlich ab Juni bereits braune Blätter. Einerseits setzt die Miniermotte den Bäumen zu, doch vor allem ist es der Wasserhaushalt, das Klima, die Schadstoffe, die die Bäume kasteien. Weniger Bodenversiegelung und weniger Autoverkehr würden zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Doch das will der schwarz-grüne Magistrat auf keinen Fall. Ein wirksames Wachstums- und Pflegekonzept ist, vielfach nachgefragt beim Grünflächenamt, ebenfalls nicht in Sicht.

Hansaallee

Auch die Kastanienbäume in der Hansaallee haben zum Sommeranfang braune, absterbende Blätter. Das gleiche Schadensbild an den Roßkastanien überall in der Stadt. Mit wenigen Ausnahmen einzelner gesunder Kastanienbäume an manchen Orten, die Anlaß zur Bewunderung und Forschung geben. Weshalb haben diese genug Abwehrkräfte? Einer davon steht im Palmengarten an der Konzertmuschel.

Baumhasel

Baumhasel galten eine gewisse Zeit als Stadtbaum. Doch im Reuterweg ist seit Jahren erkennbar, daß die Baumhasel kümmern. Sie bilden keine großen Kronen aus. Ihre Blätter sind ab Mitte Juli deutlich geschädigt und braun. Einzelne sterben ab, jetzt wieder vis-à-vis dem Rothschildpark. Auch der tote Baumhasel wird sicher im Winter nachgepflanzt. Doch mit welchen Chancen?

Ahornbäume

Zur Zeit sind Ahorne in Pyramidenform en vogue, im März zum Beispiel auf den Mittelstreifen der Bockenheimer Anlage an der Alten Oper gesetzt. Auch an der Hansaallee zwischen Bremer Platz und Miquelallee wurden sie diesen Sommer neu gepflanzt , stehen an beiden Seiten der Straße als Allee aufgereiht. Sie haben derzeit noch grünes Laub und wirken gesund.

Doch die vor mehr als zehn Jahren gesetzten Ahornbäume im Mittelstreifen der Bremer Straße und im Mittelstreifen der Hansaallee nördlich der Miquelallee tun sich schwer im Überlebenskampf. Zwanzig Bäume in der Bremer Straße sind am Absterben und ragen mit totem Geäst in den Himmel. Einige davon wurden kürzlich abgesägt. Alle anderen Ahornbäume der Alleen haben geschädigtes Laub. Was ist los in Frankfurt mit den Bäumen? Haben sie es in der Stadtluft besonders schwer? Was ist mit der Sonneneinstrahlung und dem Ozon?

Myliusstraße 15

Schwere Kritik an der Bauaufsicht ist wegen der Baustelle Myliusstraße 15 im Westend angesagt. Dort ist der Firma West Ment von der Aufsicht die Fällung von zwei großen Ahornbäumen, die der Baumschutzsatzung unterliegen, im Garten genehmigt worden. Die Bäume sind weg. Auch die großen Bäume – eine Buche, eine Platane – in den Nachbargärten sind durch Grundwasserabsenkung bedroht. Die Untere Naturschutzbehörde hat Auflagen erteilt, diese Bäume nicht zu schädigen. Die Nachbarschaft sollte ein wachsames Auge auf die Bäume haben.“

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