CDU und GRÜNE gegen Ökologie im Grüneburgpark

Naturschutzbeirat fordert artenschutzrechtliche Untersuchungen

CDU und GRÜNE lehnen den Antrag für ein Ökologisches Gutachten zum Grüneburgpark ab. LINKE., SPD, FREIE WÄHLER, FDP, PIRATEN, RÖMER werden dem Gutachten zustimmen, bilden aber gegen CDU und GRÜNE eine Minderheit.

CDU und GRÜNE hatten sich im letzten Umweltausschuß der Diskussion um das das von der Linke. mit Antrag Nr. 311 / 2012 geforderte Ökologische Gutachten zum Grüneburgpark verweigert. Auf die Frage von mir, Mitglied der BI Grüneburgpark, in der BürgerInnenRunde, weshalb sie das Gutachten ablehnen, gaben sie keinerlei Auskunft. Sie schwiegen sich aus. Wie schon bei der vorhergehenden Umweltausschußsitzung trugen sie keine einzigen Argumente für oder gegen Ökologie im Grüneburgpark vor.

CDU und Grüne verweigern sich also ökologischen Untersuchungen als Voraussetzung für ein nachhaltiges ökologisches Pflegekonzept im Grüneburgpark. Sie haben sich selbst ins Abseits gestellt, sind für ein grünes Frankfurt keine qualifizierten politischen Gesprächspartner.

Wenn ich heute als Stadtverordnete die Gelegenheit hätte, wie von 2002 – 2011, würde ich in einem Redebeitrag den starren, uneinsichtigen Gegnern der Ökologie in den Parkanlagen vor allem vorhalten, daß die Natur Vorrang vor denkmalpflegerischen Ideologien hat. Denn mit sogenanntem Denkmalschutz wird in Frankfurt in den Parkanlagen Natur ohne Rücksicht auf Verluste zerstört. Der Park muß ja dann wieder 10 – 20 Jahre ohne regelmäßige Pflege über die Runden kommen.

In den Aktenunterlagen zum Grüneburgpark, die uns die Umweltdezernentin im letzten Umweltausschuß übergeben hat, ist auch der Beschluß des Naturschutzbeirates vom 31.5.2012 enthalten. Der besagt: „Alle Rückschnitt- und Rodungsmaßnahmen sind auf das notwendige Maß zu beschränken, wobei die ausstehenden artenschutzrechtlichen Untersuchungen zu beachten sind.“

Es fehlen die umfassenden Untersuchungen zum Artenschutz!

Außer einem Entwurf zur Vogelbrutkartierung liegt uns in den Akten nichts vor. Dieser Entwurf enthält auch keine Angaben und keine Kartierung der Entwicklung der Vogelbrut in den letzten 5 Jahre.

Außerdem fehlen sämtliche Auskünfte zu Säugetieren, Fledermäusen, Insekten, Faltern, Raubtieren, Igeln usw. Es fehlen Angaben zu Schutzgebieten und besonderen Schutzmaßnahmen.

Selbst das uns übergebene Baumkataster enthält nicht alle vorhandenen Bäume, hat bereits 98 Leerstellen, an denen Bäume nicht nachgepflanzt wurden und ist wegen jeweils eigener Nummerierung nicht kompatibel mit dem Bruthöhlenkataster. Ein Abgleich beider Listen ist schlichtweg nicht möglich. Die Liste des Bruthöhlenkatasters beginnt mit Nr. 164 und endet mit Nr. 267. An Parkbäumen befinden sich aber silberne Plaketten mit weit höheren Nummern (2597, 2613..).

Hinzu kommt, daß das Bruthöhlenkataster von 2006 datiert, obwohl Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamtes, im Umweltausschuß versichert hatte, daß alle uns im Aktenordner übergebenen Daten aktuell seien.

Nichtgehaltene Rede
Das alles und noch viel mehr
würde ich heute in einer kritischen Rede vortragen, wenn ich noch Mitglied des Stadtparlaments wäre. Das Umweltdezernat hat nun echte Arbeit, das vom Naturschutzbeirat geforderte Artenschutz-Gutachten vorzulegen. Vorher hat eine öffentliche Veranstaltung gar keinen Sinn. Und an weitere 50 Bäume, die uns bei der Begehung am 6.10.2012 gezeigt wurden, darf nicht Hand angelegt werden (Ausnahme Verkehrssicherheit).
Ökologie geht vor merkwürdiger Denkmalschutz-Ideologie für Parkanlagen.

siehe
http://dielinke-im-roemer.de/index.php/themen/umwelt/309-antrag-oekologisches-gutachten-zum-grueneburgpark 

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