Vom Odina-Bott-Platz zur kastrierten Kastanie – Rundgang am 21.8.2012

Gestern rief mich der fnp-Journalist hko an, ob es was Neues nach dem Rundgang vom 21.8. gäbe? In der fnp gabs dazu am 23.8.2012 seinen informativen Bericht „Gegen die Rodung des Westends“ mit einem starken Foto. Ich antwortete, daß der Ortsbeirat zum Odina-Bott-Platz eine Veranstaltung mache, daß bei der Myliusstraße 15 die Rotbuche zum Nachbargrundstück geschützt werden müsse sowie nach Beendigung des Baus Bäume gepflanzt werden müßten, daß aber das Problem mit den zwei Linden in der Allee Friedrichstraße 64 noch nicht gelöst sei.

Durch den gestrigen Anruf bin ich in Schwung, unseren Stadtrundgang hier im blog als Notiz darzustellen. Das Thema des Rundgangs im nördlichen Westend von mir und Hilde Hess am 21.8.2012 lautete:

„Vom Odina-Bott-Platz zur kastrierten Kastanie“

In unserer Einladung stand: „Die Initiative „Rettet die Bäume – Rettet die Wallanlagen“, die Ende Februar 2012 vergeblich versuchte, die Fällung von 23 gesunden Bäumen in den Wallanlagen für das Luxushotel am Opernplatz zu verhindern, lädt zu einem einstündigen Rundgang im nördlichen Westend ein. Es soll an mehreren Grundstücken der laxe Umgang der Stadt mit geschützten Bäumen, Vorgärten und Hinterhöfen gezeigt werden. Aktuelles negatives Beispiel ist die Myliusstraße 15, wo die Bauaufsicht entgegen der Baumschutzsatzung für zwei Ahornbäume eine Fällgenehmigung gab. Die Bäume sind weg. Die Wut ist groß. Was können wir tun?“

Die Stationen unseres Rundgangs waren:
1. Odina-Bott-Platz, der umgestaltet werden soll.
2. Das Triton-Haus der Allianz, wo für den Umbau ca. 15 riesige Bäume gefällt wurden.
3. Wiesenau 1, wo 1 große Kastanie gefällt, aber nicht mehr ersetzt wurde.
4. Baumverluste Baugrundstück Myliusstraße 15 und das Versagen von Unterer Naturschutzbehörde und Bauaufsicht.
5. Sigmund-Freud-Institut, Eigentümer Land Hessen, wo von der Nachbarschaft seit mehreren Jahren 2 große Bäume vermißt werden.
6. Friedrichstraße 64, 1 Linde gekappt, muß ersetzt werden, die andere Linde vor der Tiefgarageneinfahrt muß großräumig geschützt werden. Doch das Grünflächenamt will nicht.
7. Feldbergstraße 33-37. Weitgehend leerstehendes Bürogebäude nach Grundsanierung, Vorgarten kärglich bis nicht vorhanden.
8. Kastrierte Kastanie im Hof Wiesenau

Mit rund 20 Personen waren wir eine Stunde unterwegs, informierten und diskutierten lebhaft. Volker Rothenburger und Christof Manus von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) waren mit Filmteam des HR dabei. Wann der Film gezeigt wird? Keine Ahnung.

Welches Amt ist für was zuständig? war eine zu klärende Frage. So ist die UNB für Bäume auf Privatgrundstücken zuständig, während das Grünflächenamt (von dem niemand dabei war) für die öffentlichen, also städtischen Bäume zuständig ist. Für die vielen Verstöße der Vorgartensatzung, die auch thematisiert wurden, ist wiederum die Bauaufsicht zuständig (niemand anwesend).
Für Hilde und mich war es ein erfreulicher, erfolgreicher Rundgang, weil so viele engagierte und interessierte AnwohnerInnen mit dabei waren.

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