Spaziergang in London: Notting Hill – Portobello Road – Kensington Gardens – Science Museum – Victoria & Albert Museum

Nach Notting Hill nehmen wir von Hackney aus den roten doppelstöckigen Linienbus und die Underground bis zur Station Notting Hill Gate. Es ist ein Donnerstag im November. Wir folgen ab der Station dem Menschenstrom und stellen schließlich fest, daß er sich Richtung Portobello Road bewegt, also genau so wie uns empfohlen wurde. Unterwegs stehen auf den Gehwegen Informationsstelen mit den Umgebungsstraßen und den Sehenswürdigkeiten, so daß wir uns gut orientieren können.

„Notting Hill, wodurch ist das so bekannt?“ frage ich meine nette Begleitung. „Durch den Film Notting Hill“, so ihre prompte Antwort. Ach ja, da gab es vor etwa 10 Jahren den erfolgreichen Film Nottinghill. Ich hatte ihn mir damals nicht angesehen. Sollte ich jetzt nachholen, da er teils an den Originalschauplätzen spielt. Donnerstag gibt es keinen Markt dort. Samstag ist dort der Antiquitätenmarkt, der die Menschen wie ein Magnet anziehen soll. Wir schauen die Geschäfte entlang der Straße an. Es ist eine ruhige, abwechslungsreiche Geschäftsstraße mit Lebensmitteln, Kleidung, Drogerien, Restaurants. Die Häuser sind niedrig, im unteren Bereich gewerblich genutzt. Am kleinen Platz sind unter Bäumen Bänke und eine kostenlose öffentliche Toilette. Insgesamt eine historische, gepflegte, vitale Atmosphäre und englische Kulisse für einen Spielfilm wie Notting Hill. Es gibt einige Häuser mit schrillen Farben.

Schon wenige Straßen weiter Richtung Kensington Gardens, der sich mit dem Hyde Park verbündet, sind die Gebäude aneinandergebaut, im viktorianischen Stil, meist 5-stöckig, meist weiß angestrichen, mit kleinem Vorgarten.

Im Kensington Gardens sind viele mit ihren Keinkindern mit Kinderwagen unterwegs. Die Wege sind breit asphaltiert. Der Park ist wie üblich mit einem hohen Zaun umschlossen, die Tore werden bei Dunkelheit geschlossen. Der Park hat große Wiesenflächen unter großen Bäumen, die auf Abstand stehen.

alle Fotos: Gisela Becker

Am und auf dem Teich sind Kanadagänse zuhauf, auch einige Schwäne, auf den Wiesen auch Tauben und eine Schar eifriger Stare. Dort im Park regnet mittags eine dicke, schwarze Wolke über uns aus, sogar Hagelkörner sind dabei. Eine Fitnessgruppe gesetzten Alters läßt sich vom Renntraining durch den Hagel nicht unterbrechen, während wir unterm freundlich orangen Regenschirm und der dichten Laubkrone einer Platane den Regenguß abwarten. Im Park sind mehrere illustre Bauwerke zur Verschönerung.

Weitere Ziele unseres Spaziergangs am Donnerstag sind die Museen südlich des Parks gelegen, vorbei an der Royal Albert Hall. Die Museen sind in London kostenlos, nur Sonderausstellungen kosten. Das Science Museum wurde uns sehr empfohlen. Wegen der Schulferien ist dort in allen Etagen dichtes Gedränge von Kids und Eltern und durch das Stimmengewirr bedingt sehr viel Lärm. Überall kann experimentiert werden. Das didaktische Konzept scheint aufzugehen.

Ins Natural History Museum probieren wir es erst gar nicht, weil uns die Warteschlange mit mindestens einer Stunde Anstehen zu langweilig und unattraktiv ist. Stattdessen schlendern wir durch das große und voller Überraschungen steckende Victoria & Albert Museum.

Was den Aufenthalt im Museum auch angenehm macht

Jedes Museum hat eine Cafeteria mit Getränken und Speisen für den kleinen Hunger. Jedes Museum hat einen Büchershop und allerhand Andenken im Verkauf. Die Toilettenanlagen sind erstklassig.
Nur: Größere Gepäckstücke und Koffer werden bei der Gepäckabgabe nicht akzeptiert. Und Schließfächer gibt es gar nicht. Das macht es etwas unerfreulich für Touristen, die am An- oder Abreisetag eigentlich noch einen Museumsbesuch einplanen könnten.

Bei Dunkelheit nehmen wir den roten doppelstöckigen Bus über King`s Cross zurück nach Hackney mit rund 40 Minuten Fahrtzeit. Da die Busse im 3 bis 5 Minuten Takt fahren, gibt es Sitzplätze. Doch für mehrere Kinderwagen und für Rollstühle sind diese Busse recht eng. Mit der Oystercard (Magnetkarte) kostet das in einer Buslinie ca. 1,35 Pfund. Beim Umsteigen von Bus zu Bus, oder zwischen Underground und Bus ist der Tarif zwei Mal durch Abbuchung fällig. Aufgeladen wird die Karte z.B. in Läden mit dem Oyster-Piktogramm oder in den Stationen an den Automaten.

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