Dem Grüneburgpark darf das nicht blühen

Warum gibt’s für Stephan Heldmann eine Ehrung durch die Deutsche Gartenbaugesellschaft?

Beim Surfen im Internet mit dem Suchwort Grüneburgpark stoße ich gerade auf einen Artikel mit der Überschrift „Der Grüneburgpark blüht auf“. Der Text wurde in der fnp nicht aktuell, sondern vor einem Jahr, nämlich am 9.11.2011 veröffentlicht und gab die Absichten des Schweizer Planungsbüros Guido Hager ungeschminkt wieder, der für rund 3 Millionen Euro den Grüneburgpark unter Verlust von mehr als 100 Bäumen sanieren will. Das war sein Auftrag durch Stephan Heldmann, dem Leiter des Grünflächenamtes.

Warum bekam Stephan Heldmann eigentlich für sein „besonderes Engagement für das öffentliche Grün“ am Freitag den Goldenen Ginkgo der Deutschen Gartenbaugesellschaft? Das berichtete die FR am 17.11.2012 im Artikel „Zwei Ginkgos für Frankfurt“.

Stephan Heldmann steht für Fällung gesunder Bäume – nicht nur in der Liesel-Christ-Anlage im Februar 2012, als er froh war, dem Bauunternehmen für das 5-Sterne-Hotel den Fällauftrag für 18 von insgesamt 23 Bäumen zu erteilen, sondern auch für geplante Baumfällungen im Grüneburgpark. Das sind zur Zeit noch laut Begehungsprotokoll vom 6.10.2012 49 Bäume. Da aber bereits 98 Bäume laut Baumkataster fehlen, die Stephan Heldmann nicht nachpflanzen ließ und für die auch noch keine Meldung erfolgte, daß sie jetzt nachgepflanzt werden, steigt der Verlust auf rund 150 Bäume im Grüneburgpark. Bekommt er dafür auch eine Ehrung eines Interessenverbandes?

Es ist ganz interessant, auf diesen damaligen fnp-Zeitungstext zu stoßen, weil der ganz unkritisch berichtete und nichts in Frage stellte.

Zum Glück formierte sich Protest gegen die Pläne im Grüneburgpark und vor allem gegen die Baumfällungen. Von wegen, daß der Park mit der Sanierung aufblühe. Gewachsene Natur werde ohne Rücksicht auf Verluste kaputt gemacht. Historisierende Sichtachsen auf Hochhäuser, was das solle. Nachher sei wieder kein Geld für die regelmäßige Pflege da. Der Park gefalle, so wie er ist. Wir brauchen keine Parksanierung sondern regelmäßige Pflege. Wir brauchen ein ökologisches Gutachten als Voraussetzung für eine natunahe Parkpflege. Wir brauchen Untersuchungen zum Arten- und Naturschutz (Forderung des Naturschutzbeirats), damit im Grüneburgpark die Bestände bekannt sind und nicht vernichtet werden. So lauten Hauptforderungen aus der Bürgerschaft und werden bis heute mit Nachdruck der Umweltdezernentin ans Herz gelegt..

Hier in meinem blog finden Sie einiges zur Kritik und den konstruktiven Vorschlägen der BI Grüneburgpark unter dem Suchwort Grüneburgpark.

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