Palmengarten – Informationsveranstaltung wird immer weiter verzögert

Bäume und hängender Garten vernichtet – Bodenversiegelung im Übermass

DSC04837Naturliebende, kritische Bürgerinnen und Bürger fordern den Ortsbeirat 2 schon seit Monaten auf, eine Veranstaltung zum Palmengarten zu machen. Es gibt immer noch keinen Veranstaltungstermin. Eigentlich ging das ganze Bau-Projekt im Südbereich des Palmengartens, das sich an die Sanierung des Gesellschaftshauses anschloß, an der Bevölkerung vorbei. Es fehlen die Informationen über die Hausbauten, über Naturvernichtung und Bodenversiegelung. Der Palmengarten hat offenbar kein Nachhaltigkeitskonzept.

Kopfsteinpflaster nicht barrierefrei

Noch immer sind die Pflasterer im Palmengarten am Werk, um überbreite Wege mit Steinen zu belegen. Steine, die holprig sind, ungeeignet für Rollis und Rollstühle, weil nicht barrierefrei. Selbst die Rampe ist holprig gepflastert. Nichts wurde gelernt aus der Diskussion um die Innenstadtplätze Roßmarkt und Steinweg, die mit dem selben Übel belegt sind. Das Kopfsteinpflaster heizt sich im Sommer enorm auf. Bei der Neugestaltung des Südbereichs des Palmengartens rund um das Gesellschaftshaus spielt der Klimawandel offensichtlich überhaupt keine Rolle.

Der gesamte Terrassenbereich Richtung Süden ist mit hellem, in der Sonne gleißendem Stein ausgelegt. Große Flächen im westlichen Bereich des Gesellschaftshauses wurden mit Platten belegt. Die Regenwasserversickerung war offensichtlich auch kein gewichtiger Grund. Seit über einem Jahr ist der Rundweg um den Teich einfach gesperrt. Die Anwohner/innen, die den Palmengarten als Erholungsraum nutzen, ärgern sich über die Sperrungen, Einschränkungen und die Verkleinerung der grünen Oase durch Bauten. Es ist noch keine Ende absehbar.

Bodenversiegelung im Widerspruch zu Nachhaltigkeit

Die neue Bodenversiegelung im Palmengarten ist enorm. Parkplätze für honorige Gäste sind auch dabei. Der gesamte südliche Bereich um den Teich und das Gesellschaftshaus hat nach der Grundsanierung des Gesellschaftshauses nicht hinzugewonnen, sondern verloren. Ein Werk von Landschaftsarchitekten, die systematisch Natur vernichten und offene Böden verdichten.

Bäume gibt es auch eine ganze Reihe weniger als vorher. So verschwanden die Pinien vor der Südfassade, auch die hängenden Gärten vor der Terrasse sind nicht wieder hingebaut worden. Zwei große Holzhäuser wurden hingestellt und Bäume und Büsche entfernt.

DSC04852-1Auf dem Plan „Faszination der Pflanzenwelt“ von den Freunden des Palmengartens e.V. ist zu sehen, wie der Palmengarten vor dem jetzigen Umbau aussah. Auf dem Plan ist viel Grün zu sehen, was jetzt entfernt ist. Den Plan gibt es noch am Kasseneingang.

Fotos Gisela Becker

Fotos Gisela Becker

Die Ausblicke auf Stadtbauten der näheren und weiteren Umgebung sind trostlos. Da ist einmal das riesige KfW-Haus Richtung Süden, was sich nicht hinter Bäumen verbirgt. Nach Norden ist es der Fernmeldeturm.DSC04850

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