Spaziergang im Hauptschulgarten im Ostpark im Winter

Ein Jägerzaun grenzt den alten Schulgarten vom Ostpark ab. Die Anbaufläche des Schulgartens im Ostpark ist zur Wiese geworden. Stauden und Rosen gibt es auf anderen Beeten, die gepflegt werden. Überhaupt: Alles außer ein paar hohen Grasbüscheln ist abgeräumt, entlaubt, überpflegt. Der Kreislauf der Natur ist im Garten unterbrochen. Doch eigentlich will ich von Schönheiten und Entdeckungen berichten. An einigen Bäumen und am Fliederbusch sind Namensschilder. So ist die Rotbuche, die Silberpappel, die Walnuß, die Flügelnuß sorgfältig beschildert. Die Baumvielfalt ist jedoch um einiges größer. Es gibt Mammut, Kiefer, Eibe, Tanne, Fichte, Ilex, Ahorn, Eiche und davon verschiedene Arten. Auch Birken mit ihren hellen Stämmen, besonders im Winter ein Blickfang, gedeihen gut.
Einige BaumArtenSchilder an den Stämmen mehr wären zum Lernen und Wertschätzen sinnvoll. An vielen Bäumen haben die Vögel für die Verbreitung von Misteln gesorgt. Büsche sind sorgsam und unauffällig mit Draht gegen Karnickel umhüllt. Die Vogelwelt ist reichhaltig, sorgen die Büsche, immergrünen Nadelbäume und Baumhöhlen doch für Schutz. Im Ostpark wurden viele Fledermäuse gezählt, weil es die vielen BaumhöhlenQuartiere dort gibt.
Der Bachlauf ist nun Ende Dezember trocken. Doch der Teich enthält als Tümpel noch einiges Wasser. Darin spiegeln sich die hohen Bäume der Umgebung – Eiche und Mammut – wie in einem Scherenschnittbild. Das Bild im Wasserspiegel fasziniert und löst Phantasien aus.

Baumkataster für das Volk online stellen

Mammutbäume wachsen als prächtige Gruppe. Kiefern bilden eine große Baumgruppe. Auch die Flügelnuß ragt in zwei dekorativen Dreiergruppen zum Himmel. Baumstümpfe zeugen vom Einsatz der Motorsäge. Ein Ahorn verlor so seinen Zwillingsstamm. Am Rest wachsen in der Rinde Porlinge im Zwergformat. Ein Baum steht als Totholz da, am Stamm an der Nordseite auch kleine Porlinge, die trocken steinhart sind. Es könnte mehr Totholz geben. Bewundernswerte dicke, alte Bäume gibt es einige. Das Baumkataster gibt Auskunft, ist jedoch für das Volk nicht zugänglich. Ich wünsche mir die Veröffentlichung der BaumDaten der Stadt.

Im Mai zur Azaleen- und RhododendronBlüte

Azaleen und Rhododendren sind im Mai zur Blütezeit eine Pracht in der Zeit, in der auch die Schwertlilien und andere Stauden blühen. Zur Blütezeit lohnt sich ein Spaziergang dort besonders. Es gibt über den Wasserlauf einige Brücken. Bänke hat es auch genug, sogar ganz frisch gestiftete.

Etwas versteckt entdecke ich eine Skulptur, eine Figur in schwarz-glänzendem Stein. Die Künstlerin oder der Künstler ist nicht genannt.

Zeitgeist beendet Projekt Schulgarten

Warum wurde er als Schulgarten für lebenslanges Lernen eigentlich aufgegeben? Die fiskalischen Gründe sind oft ein Vorwand. Eigentlich dürfte Desinteresse dahinterstecken. Es entsprach nicht mehr dem Zeitgeist, daß Kinder und Lehrkräfte in Gärten die Bodenbeschaffenheit, die Pflanzen- und Tierwelt kennen und lieben lernen. Über die Beendigung des Schulgarten-Projekts im Ostpark gibt es sicherlich etwas in den Archiven zu lesen. Ich finde es bedauerlich. Die winzigen Schulgärten an städtischen Schulen, sofern es sie überhaupt gibt, sind beschämend, doch durchaus bemüht, in der Regel von der Sparkasse gefördert und mit Preisen bedacht, worüber sich die Schulgemeinde wiederum freut.

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