Unort Göpfert-Brunnen am Eschenheimer Turm

Foto Gisela Becker

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Umtost vom Autoverkehr am Eschenheimer Turm liegt der Göpfert-Brunnen als Kulturbrache mitten in der Straßenkreuzung, unzugänglich. Er ist seit vielen Jahren ohne Wasseranschluß. Der wurde gekappt. Ob eine Undichtigkeit die darunter liegende B-Ebene der U-Bahnstation ständig durchnäßte, ist offen. An Silvester hat sich dort im Brunnenbereich Müll angesammelt. In Funktion wird der Brunnen dort wohl nicht mehr gehen. Dazu sind von der Stadtregierung keinerlei Ambitionen erkennbar. Eine Versetzung an die Wallanlagen, so daß er den FußgängerInnen Freude macht und Kinder daran spielen können, wurde vom Magistrat im Jahr 2008 verweigert. Dazu meine Frage Nr. 800 vom 26.8.2008 und die negative Antwort des Magistrats:

„Durch die Großbaustelle im Bereich Eschenheimer Turm wird der ungünstige Standort des in der Straßenmitte unzugänglich und unattraktiv liegenden Goepfert-Brunnens besonders deutlich und weckt Überlegungen, den Brunnen an eine günstigere Stelle zu verlegen, nämlich im Anschluss an den östlichen oder westlichen Kopf des Anlagenrings. Von der Verlegung hätten alle diejenigen etwas, für die der Brunnen ein schöner und ästhetischer Aufenthaltsort ist, der zudem in den heißen Sommermonaten die dringend notwendige Abkühlung bringt.

Ich frage den Magistrat:

Wie weit sind die Planungen gediehen, den Goepfert-Brunnen am Eschenheimer Turm aus der Mitte der Straßenkreuzung an die Grünanlage zu verlegen?

Antwort des Magistrats:

Der Magistrat stellt keine Überlegungen an, den Göpfert-Brunnen zu verlegen. Als die Örtlichkeit um den Eschenheimer Turm mit gestaltendes Bauwerk würde eine Verlegung an den westlichen oder östlichen Kopf des Anlagenrings die von der Fragestellerin geschätzte Ästhetik der Platzfläche nach Fortfall des Brunnens erheblich beeinträchtigen. Auch würden den Verkehrsteilnehmern neuerliche Eingriffe in die komplexe Verkehrsführung nur schwer vermittelbar sein. Nach Abschluss der gegenwärtigen Baumassnahmen wird der Brunnen wieder in Betrieb genommen werden.

Antragstellende Person(en):
Stadtv. Gisela Becker“

Vier Jahre sind seitdem vergangen. Dem Göpfert-Brunnen fehlt das sprudelnde Element Wasser immer noch. Ich bin nicht mehr Stadtverordnete, so daß jetzt jemand anderes anfragen könnte, was mit dem toten Brunnen und einer besseren Anbindung an die Wallanlagen wird.

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