Auf dem Rossmarkt und auf dem Glauburg-Schulhof liegen abgesägte Bäume

kein Kunstwerk von gelitin sondern Frankfurts greencity-perversion

Mein Artikel „Auf dem Rossmarkt liegt ein abgesägter Baum – Baumkunst“ zum toten Baum auf dem Roßmarkt wurde hier im blog fast am meisten angeklickt. Die international gefeierte Künstlergruppe gelitin war hier bei der Glauburgschule nicht tätig. Es gab auch keine elitäre Jury von Gymnasiasten. Auch das Kulturdezernat hielt sich raus. Grünes Umweltdezernat, grünes Bildungsdezernat, grünes Planungsdezernat ließen sich sowieso nicht blicken.

Jetzt mache ich das Experiment, ob die Kombination mit der bitteren Realität der 10 toten, abgesägten, doch gesunden Bäume auf dem Schulhof der Glauburgschule im Nordend wegen einer öden Quartiersgarage der selbe Knaller hier im Chat ist wie der abgesägte Baum auf dem Roßmarkt, der jeder politischen und nachhaltigen Bedeutung entbehrt. Den toten Roßmarkt belebt der quergelegte Baum schon gar nicht. Er löst auch keine Tränen der Trauer aus wie die vernichteten Nordend-Bäume.

Die Schwarzpappel hat heute wegen Widerstands der unmittelbaren AnwohnerInnen überlebt. Doch die 5 Bäume in der Lortzingstraße und 1 Baum in der Lenaustraße sind zur Unkenntlichkeit gestutzt und dann Stück für Stück abgesägt worden. Unter Polizeiaufgebot – einer merkwürdigen KunstGruppe.

Mein TrauerVorschlag: Die 16 toten Bäume des Glauburg-Schulhofs und der umgebenden Straßen sollten in Form eines ständigen Mahnmals präsent sein, z.B. als StammHaufen zusätzlich mit vielen Ästen. Oder: Zum Glück lebt noch die Pappel. Diese Pappel könnte das Mahnmal werden.

Es wird von der BI contra Quartiersgarage beklagt, daß zu wenige Menschen vor Ort waren, um ihren Protest zu zeigen. Das gilt es zu analysieren, weshalb sich so wenige Menschen beteiligen, obwohl sie unmittelbar betroffen sind und zuhause sind: Als Rentner und RentnerInnen, als TeilzeitBeschäftigte, als Lehrer und Lehrerinen in den Weihnachtsferien, als SchichtArbeiterinnen, als Arbeitslose. Was ist los in Frankfurt mit Partizipation, mit aktiver Nachbarschaft?

Artikel zu KunstBaum Roßmarkt hier

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