Kein „Oskar“ der FES in meinem Briefkasten

Vierteljährlich erscheint „Oskar“, das Stadtmagazin der FES, der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH. Das Heft wird eigentlich in alle Briefkästen verteilt. Es enthält wichtige Informationen zur Abfallentsorgung und Sondermüll (Schadstoffmobil) mit Terminplan und Abgabeorten für alle Stadtteile. Außerdem wird übersichtlich, aktuell und kurzweilig über verschiedene Themen, die Umwelt betreffend, berichtet. Auch im Internet ist „Oskar“ abrufbar. Jetzt ist es die Ausgabe für Januar bis März 2013. So weit so gut.

In meinem Briefkasten kommt „Oskar“ nicht an. Ich muß das Heft zum Quartalsbeginn immer aus einem mit Reklame proppevollen Briefkasten fischen, an dem kein Name steht. Meist ist „Oskar“ dann vom Regen durchnäßt. Egal. Hauptsache, ich habe das aktuelle Heft.

Weshalb erhalte ich das Magazin nicht? Ich habe auf dem Briefkasten den Aufkleber „Bitte keine Reklame. Keine Zeitschriften“ wie Tausende anderer in Frankfurt auch. Obwohl „Oskar“ keine Reklame im eigentlichen Sinne darstellt, denn es wird nichts verkauft, sondern das, was ich sowieso mit der Müllgebühr bezahle, dargestellt und laufend verbessert (gelegentlich auch sehr verschlechtert). Ich finde das Informationsheft sehr wichtig, wenn ich zum Beispiel einige Dosen halbvoll mit Farbe oder Chemikalien umweltfreundlich am Schadstoffmobil abgeben will.

Die eigentlich öffentliche städtische, halbamtliche Information ist in den Briefkästen mit Reklameverbot eventuell nicht gestattet. Jedenfalls wird es so praktiziert, als ob „Oskar“ Reklame oder Werbung wäre. Grund kann die Privatisierung der Entsorgung in der privaten Gesellschaft sein, in der FES GmbH.

Somit muß die Stadtverwaltung davon ausgehen, daß Tausende von BewohnerInnen in Frankfurt nicht über aktuelle Müllentsorgungsfragen unterrichtet sind. Das Problem wird sowohl von der Stadt als auch von der FES offenbar seit Jahren ignoriert und ausgesessen. Was ist zu tun? Müßte auf jedem Heft der Empfänger-Name stehen? Dann wäre das die Lösung. Kostspieliger als bisher, doch zielgenau.

Ergänzung am 20.1.2013: Diesen Text hatte ich an die FES per mail mit diesem Link geschickt. Im Umweltausschuß am 17.1.2013 begrüßte mich Michael Werner, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit der FES, freundlich und sagte, der Oskar wird in jeden Briefkasten gesteckt. Die FES sei immer noch 51% städtisch. Es handele sich quasi um eine amtliche Information. Ich meinte: Dann sind es die Austräger, die nicht in die Briefkästen mit Aufkleber „Keine Werbung“ stecken? Das will er nachprüfen und verbessern lassen. Schickte er mir auch anschließend in einer email.

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