Vogel- und Fledermausschutz im Grüneburgpark auf niedrigstem Niveau

Ist das Senckenberg-Gutachten ein Gefälligkeitsgutachten?
Ausgehend von fünf Fragestellungen habe ich mir das Gutachten zur „Brutvogelkartierung im Grüneburgpark“ von Andreas Malten von der Arbeitsgruppe Biotopkartierung von Senckenberg vom August 2012 (Entwurf) noch mal durchgelesen. Ich habe jetzt den Autoren per mail nach dem Link gefragt, denn ich finde den Link weder bei Senckenberg noch in der Suchmaschine.

Meine Fragestellungen zum Gutachten sind:
1. Ist die Schwanzmeise enthalten? Mindestens ein Pärchen war am 24.1.2013 und folgenden Tagen zu beobachten.
2. Sind die Vogelkästen und Fledermauskästen enthalten und wie werden sie bewertet? Wer betreut diese Nistkästen?
3. Sind die Verluste von über 100 alten Bäumen der jüngeren Zeit als Baumhöhlenangebot enthalten und wie werden sie bewertet?
4. Gibt es eine Empfehlung, die Untersuchungen über einen längeren Zeitraum, also 2013, 2014 usw. zu machen?
5. Wie werden die angrenzenden großen Grüngebiete in dem Zusammenhang bewertet?

Alle diese Fragen werden in der genannten Brutvogelkartierung nicht gestellt und deshalb auch nicht beantwortet. Auch ähnliche Fragestellungen gibt es nicht. Einmal wird sogar eine Empfehlung für Nistkästen ausgesprochen: „Die Anzahl der Reviere von Kohlmeisen (und auch der Blaumeise) ließe sich z.B. durch das Aufhängen von Nistkästen deutlich erhöhen.“ Es ist absurd, im Landschaftsschutzgebiet Grüneburgpark Nistkästen zu empfehlen, wenn Baumhöhlen als natürliche Quartiere en masse zur Verfügung stehen könnten. Sofern sie nicht systematisch mit den Bäumen beseitigt werden, wie es seit Jahren Usus ist. Wer soll die Nistkästen auf Dauer betreuen? Keine einzige andere Maßnahme wird empfohlen außer Nistkästen!

Ich bezeichne das Senckenberg-Gutachten als Gefälligkeitsgutachten.

Das Senckenberg-Papier erlaubt jeden Kahlschlag, den das Grünflächenamt bekanntlich generell als Konzept hat.

Die Bürgerbeteiligung bei der Offenlegung sämtlicher Informationen, der Planung und der Durchführung gehört nicht zur Empfehlung und nicht zum Konzept. Eine öffentliche Veranstaltung zur Brutvogel-Kartierung ist mir nicht bekannt, in der der Autor befragt werden könnte und eine wissenschaftliche Diskussion stattfinden würde.

Aus dem Gutachten geht hervor, daß die Brutvogel-Kartierung nach einer Vorbegehung am 19.1.2012 am 22.2. und 28.5. in den Abendstunden bis in die Dunkelheit erfolgte. Die Tagesbehungen waren in der Regel in den frühen Morgenstunden am 22.2., 27.3., 4. und 17.4. 18., 19. und 28.5. und am 7. und 25. Juni. Zu den Ergebnissen hoffe ich auf den Link (siehe oben). Dieses Jahr müßte die Vergleichsuntersuchung gemacht werden, um die Ergebnisse zu verifizieren. Oder sehe ich das falsch?

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