Mein Baum des Tages ist ein über hundertjähriger FeldAhorn

FeldAhorn Nr. 2254 Höhle Nr. 2618Der Baum hat kräftige Äste und eine ausladende Krone. Er hat die Nr. 2254 (doch das entsprechende grüne Etikett fehlt am Baum) im Baumkataster des Grüneburgparks und das silberne HöhlenbaumEtikett Nr. 2618. Der Baum steht als Solitär im Nordwesten des Parks. Gepflanzt wurde er laut Kataster im Jahr 1884. Somit ist er 128 Jahre alt. Der Stammumfang ist mehr als drei Meter. Er ragt 16 Meter in die Höhe und hat einen Kronendurchmesser von 11 Metern. Ich finde es grandios, daß die starken Äste des Baumes bereits knapp über dem Boden beginnen. Ein großer Ast neigt sich zum Boden. Wie lange noch? Denn die unteren Äste passen dem Grünflächenamt nicht in den Kram. Die erste Baumhöhle ist bereits auf 1,50 m Höhe, also gut zum Reingucken. Welche Tiere mag der Baum beherbergen? Wer erforscht im Grüneburgpark eigentlich die Natur?

In der Umgebung des Baumes ist südlich das RobinienWäldchen. In der Nähe, nördlich gelegen, wurde 2012 eine alte Eiche gefällt und noch nicht wieder nachgepflanzt. Der lockere Erdhaufen auf der Wiese markiert die Stelle des Baumverlustes*. Nördlich in der Nähe steht auch mein Patenbaum: Der Ahorn mit der Nr. 2185, den das Grünflächenamt einfach wegmachen will. Daneben stehen zwei buschähnliche Bäume, die keine Nummern haben. Ich finde sie auf der Karte mit den Nummern 2182 und 2183 als Zanthoxylum simulans. Von Blüten, Blättern und Früchten werde ich im Lauf des Jahres Fotos machen. Für mich wird der Grüneburgpark zum Forschungsgebiet. Mir ist nicht bekannt, daß eine Naturschutzgruppe im Park forschend tätig ist. Merkwürdig.

Es gibt in der Nähe genau auf dem Zipfel der Weggabelung einen kleinen hutzeligen Baum mit vielen Neuaustrieben und auffallenden büscheligen Samenständen. Im Kataster finde ich unter der entsprechenden Nr. 2251 den Namen KleeUlme (ptelea trifoliata). Könnte ja eigentlich ein NamensSchild wert sein, damit dem wackeren Bäumchen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dank sei Wikipedia. Dort ist die Kleeulme in allen Lebenslagen abgebildet.

Ein schmaler, alter, hutzeliger Baum steht auch noch in der Nähe mit der Kataster-Nr. 2188. Doch ist er als Baumart mit Pflanzjahr, Kronendurchmesser, Stammumfang, Höhe im KatasterVerzeichnis bereits gelöscht worden. Viele seiner Äste hat er in den letzten Jahren nach und nach abgesägt bekommen. Ob ich das Grünflächenamt mal wieder auf den Widerspruch zwischen Wirklichkeit und Buchführung aufmerksam machen soll? Es gibt dort keine wirklich kompetenten Ansprechpartner für den Grüneburgpark.

* Nachtrag am 19.2.2013 zur Eiche (Quercus rubra): Sie wird jetzt nachgepflanzt. Sie gehört zu den 11 Bäumen, die das Grünflächenamt auf Grund des permanenten Druckes der BI Grüneburgpark setzt. Wird es ein „Spargel“ sein oder ein kräftiger, wüchsiger Baum?

Hundert Schritte südwestlich vom FeldAhorn stehen zwei schlecht wachsende kleine Bäume, denen gerade wieder dicke Äste abgesägt wurden, so daß sie große Wunden haben und diese von weitem zu sehen sind und anklagen. Es sind zwei Wild-Apfelbäume (malus hupehensis), Kataster-Nummern 2227 und 2228. Ob ihr Standort der richtige ist? Ich wage es zu bezweifeln. Dieses Jahr ist ja der Wild-Apfel (malus sylvestris) Baum des Jahres.

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