Frankfurt Wegweiser am Palmengarten: Botanischer Garten und Grüneburgpark vergessen

Auf der Kultur-Stele in der Palmengartenstraße, einem echten Unort wegen der gesamten Unwirtlichkeit der grau gepflasterten Fläche, fehlen Botanischer Garten und Grüneburgpark. Das ist unverzeihlich. Spendiert ist die Tafel von der kfw, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, die ihr mächtiges Gebäude direkt daneben hat. Der Rothschildpark, der ganz weit weg ist, findet auf der Stele im Text in der Rubrik Sport und Erholung dagegen Erwähnung. Merkwürdig. Und, es ist nicht zu fassen, welche weit entfernten Orte noch aufgelistet werden: Commerzbank-Arena, Eissporthalle, Galopp-Rennbahn, Zoo.FrankfurtWegweiser Palmengarten

Qualität ist nicht das Markenzeichen bei den Frankfurter KulturStelen. Generell kommen bei allen Stelen die Wallanlagen zu kurz. Sie werden zu wenig hervorgehoben als grüne Oase, die denkmalgeschützt ist, sind oft nur rudimentär abgebildet, sind den Frankfurter Sponsoren der Stelen unwichtig.

Wenn ich meine Kritik an das Kulturdezernat schicke: Wird dann zumindest die Stele am Palmengarten richtig gut? Die kfw kann das mit links bezahlen und sollte sie auch. Es ist doch blamabel, wie sie jetzt so da steht mit fehlenden Informationen auf diesem Unort vor dem Eingang des Palmengarten-Gesellschaftshauses.

Während meiner Stadtverordneten-Tätigkeit war ich über die Stele am Opernplatz „gestolpert“, weil dort ein Mozartplatz mit viel Grün dargestellt war, den ich nie wahrgenommen hatte, obwohl ich dort in der Nähe wohne. Den Mozartplatz gibt es zwar dem Wortlaut nach, doch ist es überhaupt keine öffentliche Aufenthaltsfläche, sondern ein grüner Gebäudeeingang mit einem Mozart-Denkmal. Daraufhin machte ich eine kritische Anfrage Nr. A 818/2009 an den Magistrat mit 7 Fragestellungen zu den vorhandenen KulturStelen im Stadtgebiet. Im darauffolgenden Bericht B 309/2009 stehen Erläuterungen und die neue Zuständigkeit der Tourismus+Congress GmbH. Damals, 2009 waren es 23 Standorte. Jedenfalls ist die Qualität sehr in Frage zu stellen, auch was das „Design“ der Entfernungen angeht. Einen Stadtplan ersetzen die Stelen nicht, halten aber als Begründung für die Ablehnung von Stadtplänen im öffentlichen Raum her. Es gibt nur unterirdisch in B- und C-Ebenen der U-Bahnen mehr oder weniger gute Stadtpläne. Ob systematisch auf den Kulturstelen die öffentlichen Toiletten dargestellt sind? Es sollte mal wieder eine Stadtverordnete eine qualifizierte Anfrage machen, meine ich.

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