Unort Schillerstrasse von Hauptwache bis Eschenheimer Tor

Auf jedes abgestellte Auto eine kaputte Platte des Pflasters sollte man legen

„Achtung! Lose Platten!“ heißt es auf einem Schild in der Schillerstraße. Die für die Fußgängerzone verlegten Platten sind in Bewegung. Durch die Fußgänger? Nein, durch die Autos, die dort seit einigen Jahren schnell durchfahren und dort parken dürfen, um die „tote“ Straße angeblich zu beleben. Einstmals war die Schillerstraße von der Straßenbahn belebt, mit viel Volk auf der Straße.

Geht das Konzept mit dem Autoverkehr auf? Für die Autofahrer schon, denn die vermeiden, wie sie es bevorzugen, die paar Cent für einen Parkplatz in den vielen umliegenden Parkhäusern auszugeben. Die Parkhäuser stehen dann mindestens halb leer. Aber die Blechlawine steht in der Schillerstraße als Verhäßlichung rum. Und beschädigt bei hohem Durchfahrtstempo das Pflaster, das für diese Belastung nicht vorgesehen ist. Wer hat das genehmigt? CDU, SPD, Grüne, FDP. Sie sind die Schuldigen, wenn es um die Verwahrlosung der Fußgängerzone in der Innenstadt geht.

Eine Wohltat ist es dagegen in manch anderen Städten, daß die FußgängerZonen wirklich autofrei gehalten werden. Das sehne ich für die Schillerstraße herbei.

Die Bäume, welche Baumart ist es?, wollen auch nicht recht gedeihen. Nur die Zierkirschen auf der Höhe des Börsenplatzes stehen ganz gut da. Auf die rosa Blütenfülle im Mai freue ich mich sehr. Der Kiosk dort bietet Zeitungen an, er hat seine Berechtigung. Dort steht auch der Bulle und der Bär vor der Börse.

Im südlichen Teil der Schillerstraße zur Hauptwache hin ist das nicht ganz so dramatisch mit der Verhäßlichung, mit dem unwirtlichen Ort, weil sich dort Außengastronomie am laufenden Meter angesiedelt hat, oft viel zu eng für die vielen PassantInnen. Doch der nördliche Teil ist ein AutoBlechDesaster.

Wegplatten kaputt

Die großen Platten sind zerbrochen. Der Untergrund bewegt sich. Als Radfahrerin muß ich sehr aufpassen, was unter mir geschieht. Sorglos fahren geht nicht. Sorglos zu Fuß gehen, geht erst recht nicht. Eine AutoSperre muß her. Parken verboten muß her. Alle gucken weg, auch der zuständige Ortsbeirat 1 macht nicht auf die immensen Schäden aufmerksam, die nicht die Autofahrer bezahlen sondern wir alle, die wir zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Mehrheit von Schwarz-Grün, wer kann da mehr erwarten als Autoförderung um jeden Preis? Sorglos gegenüber der Autoflut ist Schwarz-Grün.

Freitag Wochenmarkt – SchillerMarkt

Nur der Wochenmarkt am Freitag, von den Marktbetrieben Schillermarkt genannt, bringt einen Tag lang menschliches Flair in die gesamte Schillerstraße. Er bringt ein buntes Marktgeschehen. Es wird von den MarktbesucherInnen, verschont von AutoKarossen, gebummelt. Es wird Grüne Soße, Fischbrötchen, Bratwurst gegessen und Wein getrunken. Es wird Gemüse und Obst, Käse, Fleisch und Wurst eingekauft. Es ist an dem einzigen Tag der Woche gesellig in der Schillerstraße. Bekannte treffen sich, alle halten ein Schwätzchen.

Wenn da nicht wieder die AutoÖde all der anderen Tage wäre, die Kaputtheit, die Ohnmacht bei einer solch autofördernden Stadtpolitik. Es macht verzagt. Ich würde eine kaputte Platte auf jedes dort abgestellte Auto legen, um die Schäden den Verursachern deutlich zu machen.

Nachtrag am 30.5.2013 zur Reparatur:

Die vielen kaputten Platten wurden entfernt. Asphalt wurde in die Löcher gefüllt, damit der Autoverkehr weiter dort gut rollen kann. Anständig wäre gewesen, die Straße wieder für den Autoverkehr zu sperren und die Platten sorgfältig zu verlegen. Denn schön ist das jetzige Straßenverschandelung nicht. Oder?

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