Ostpol in Offenbach

Kultur der Bürgerinitiative der östlichen Innenstadt e.V. am Ostersonntag um 15 Uhr

Gestern, am Ostersonntag, suchte ich im Internet nach einer Veranstaltung in Offenbach. Es hatte morgens angefangen mit leichten Schneeflocken, Kälte war von meteorologischer Seite sowieso versprochen, so daß ein Sitzen im Freien nach einem geruhsamen Spaziergang mit einem lieben Bekannten nicht in Frage kam. Beim Stöbern im Internet wurde „Kultur im Ostpol“ am Sonntag um 15 Uhr angeboten. „Schön war die Zeit“ hieß es weiter. Es wurden unvergessliche Melodien aus Film, Operette und Musical versprochen. Bei freiem Eintritt. „Für Kaffee, Kuchen & Getränke ist gesorgt“. Eine ideale Idee für unseren Sonntagsausflug. Doch wo liegt Ostpol? Die Hermann-Steinhäuser-Straße in Offenbach ist mir kein Begriff. Obwohl ich in Offenbach aufgewachsen bin. Nach mehreren Anläufen fand ich heraus, daß ich mit dem Bus 105 mit meinem Bekannten von der Rosenhöhe bis zum Marktplatz fahren muß. Dann folgt ein kurzer Fußweg über die Berliner Straße, dann entlang der Ziegelstraße, die in die Hermann-Steinhäuser-Straße übergeht. Bei Nr. 43-47 steht vorn ein neuer Gebäudekomplex, gebaut von der GBO, hinten sind ältere, sanierte Gebäude. Vorn ist der barrierefreie, helle Veranstaltungsraum. In dem Komplex ist auch die VHS, die HfG usw.

Quartierssaal im Ostpol

Am Ostersonntag entdeckten wir also einen neuen Kultur-Komplex in der östlichen Innenstadt von Offenbach nahe dem Main. Unterwegs standen Plakatständer mit dem Titel „Schön war die Zeit“, so daß wir sicher waren, daß wir keinem Phantom nachjagten. Ich sagte: „Das orange Haus muß es sein, die Nummer 43,“ was auch stimmte. Aus irgend einem Grund gingen wir zunächst neugierig in den Hof und von hinten in den bereits gut besetzten Veranstaltungsraum. Es wurden noch jede Menge Tische und Stühle dazu gestellt, bis schließlich 80 Personen gemütlich im Raum untergebracht waren. Ein Raum zum Wohlfühlen, eine tolle Atmosphäre, eine gute Akustik. Verlockend war das selbstgebackene Kuchenangebot der Bürgerinitiative.

MelodienWelt aus Film, Operette und Musical
Dann ging es los mit der Musik, mit dem Gesang, mit der Show auf höchstem Niveau. Vassily Dück, der vor 15 Jahren aus Sibirien kam, spielte die Zieharmonika im Tango-Stil. Er war für den erkrankten Lothar Krahl schnell eingesprungen. Larissa Dück, die schauspielerisch begabte Sopranistin, sang in höchsten Tönen und charmant „Ich brauche keine Millionen“ und viele andere Lieder, animierte ab und zu, mitzumachen, mitzuklatschen, den Refrain mitzusingen und warf beim Luftballon-Lied einige Luftballons ins Publikum, fand zum Walzer auch einen Tänzer aus dem Publikum. Wenn ich mich umschaute, war an den Lippenbewegungen zu erkennen, daß viele im Saal sämtliche Liedtexte leise oder tonlos mitsangen. Es war die Generation 50+, doch zwei junge Leute lauschten auch begeistert. Am Flügel begleitete Natalie Lunewski. Es war nicht zu viel versprochen: Das zweistündige Musik-und Lieder-Programm war vielseitig und attraktiv.

Der Zufalls-Treffer am OsterSonntag mit dem Ostpol in Offenbach war gelungen. Der nächste KulturNachmittag der BI östliche Innenstadt ist wieder für den letzten Sonntag im Monat angekündigt. Bei warmem Wetter finden Veranstaltungen auch im Innenhof unter freiem Himmel statt.

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