Grüneburgpark: Alle fehlenden 100 Bäume werden, wenn wir dran bleiben, nachgepflanzt, 11 Bäume sind der Anfang

BI Grüneburgpark fragt unablässig nach und fordert 100 Bäume für den Park
Heute waren wir zu fünft von der BI Grüneburgpark im Umweltausschuß, um zur Sanierung des Grüneburgparks die öffentliche Diskussion weiter zu führen. Auf der Tagesordnung war dazu ein Bericht auf Grund einer Anfrage der Linken, die ich formuliert hatte. Es gab außerdem einen Antrag der Linken, keine weiteren Baumfällungen vorzunehmen, den wir uneingeschränkt befürworten. Wir hatten vor zwei Tagen einen aktuellen Fragenkatalog ans Umweltdezernat geschickt, den Doris Appel, Mitglied der BI Grüneburgpark, heute den Stadtverordneten vortrug. Er beinhaltet Fragen zur neutralen Moderation des Prozesses, zum Ablauf der Sanierung, zu den Nachpflanzungen von 100 Bäumen (erst 11 sind diese Woche gesetzt worden), zu den Kosten des beauftragten Planungsbüros Hager, Zürich, und zu den Konsequenzen des AlkoholExzesses bei der AbiFeier und der Zerstörung des Parks durch den JP Morgan-Lauf. Es fehlt, ganz klar, eine Ansprechpartnerin oder ein Ansprechpartner im Grünflächenamt für den Grüneburgpark.

Positiv ist anzumerken, daß es einen Terminvorschlag für ein ErstGespräch mit einem Moderator im April gibt. Das hob Doris Appel hervor. Denn das war die eine prompte Antwort auf unseren schriftlichen Fragenkatalog. Diese Zusage war überfällig. Wir hatten eigentlich Ende März mit einem Termin gerechnet. Auf Bitte der Umweltdezernentin Rosemarie Heilig erklärten wir uns einverstanden, daß die anderen Fragen schriftlich beantwortet werden. Dann haben wir ein Dokument.

Dann fragte ich nach den Haushaltszahlen zum Park, denn es gibt die hier im blog beschriebene Ungereimtheit zwischen beschlossener Magistratsvorlage M 44 mit Ausgaben insgesamt von 1,465 Mio Euro und den internen Zahlen des Umweltdezernats mit ungekürzten 3,7 Mio Euro, jedoch zeitlich gestreckt.

Von den Stadtverordneten gab es außer einer Bemerkung keine kritische Nachfrage. Doch wir hatten den Eindruck, daß uns zugehört wurde. Wenn dennoch von unserer Seite zum Ausdruck kam, daß wir immer noch nicht als Mitplanende und Mitgestaltende empfangen werden, sondern wie BittstellerInnen. Wobei ich diesen Eindruck als ehemalige Stadtverordnete der Opposition persönlich nicht teile, nicht wahrnehme. Aber das große Desinteresse der allermeisten Stadtverordneten am Grüneburgpark und an der Erhaltung und Nachpflanzung der Bäume deutlich erkenne. Ein erforderliches ökologisches Pflegekonzept findet bei CDU, SPD und Grünen keine Unterstützung. Auf Schwarz-Grün ist kein Verlaß in Sachen Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Naturschutz, Baumschutz. Die SPD ist auch keine Leuchte in dem gesamten ThemenKomplex.

Heutige Zusagen
Rosemarie Heilig forderte Stephan Heldmann, den Leiter des Grünflächenamtes, Stellung zu beziehen zu unseren Fragen. Er äußerte: Es wird die Nachpflanzungen von allen 100 Bäumen geben. Es werden keine gesunden Bäume gefällt, also auch nicht die 50 uns bei der Begehung im Oktober 2012 gezeigten. Er sagte: „Wir werden keine Bäume fällen.“
Zu den Kosten des Planungsbüro könne erst im Rahmen der Bau- und Finanzierungsvorlage Genaueres gesagt werden. Direkt angesprochen auf die dringend notwendige Wegesanierung könne die eigentlich erst nach den Baumpflanzungen und der Sanierung der Kinderspielplätze erfolgen, denn sonst werden die Wege wieder ruiniert. Sagte er.

Also los mit den Baumpflanzungen, denke ich. Denn das ist die Voraussetzung für die Wegesanierung.

Konsequenzen aus Zerstörungen durch AbiFeier und JP MorganLauf
Darüber gibt es sowohl seitens der Umweltdezernats als auch des Sportdezernats nur vage Vorstellungen. Laissez-faire beim Umgang mit dem Landschaftsschutzgebiet Grüneburgpark bleibt auf der Tagesordnung. Eine Toilette wurde von einem BI-Mitglied im Redebeitrag gefordert.

Fazit: Vor uns liegt noch ne Menge Arbeit, um den Grüneburgpark als Landschaftsschutzgebiet mit all den wertvollen Bäumen, Vogelschutzgehölzen und nachhaltigen Freizeitpark zu retten. Ich persönlich hatte mir vorgestellt, daß die Wegesanierung dieses Jahr begonnen wird. Es ist eine Schande, welche Verzögerungen durch das Grünflächenamt eingebaut werden, um die schlimmsten Verschlammungen der vier oder fünf WegeAbschnitte hinauszuschieben.

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