Täglich erhebliche Ärgernisse mit der Baustelle Quartiersgarage Glauburg

Brief der BI Contra Quartiersgarage Glauburg an Olaf Cunitz, grüner Bürgermeister und zuständig als Planungsdezernent
Die BI hat viel Power, um den EntscheiderInnen immer wieder aufs Neue ihr Versagen vor Augen zu führen! Eine lange Liste an Ärgernissen mit elf aktuellen Positionen, die teils sogar gegen gültige Gesetze verstoßen, wurde von BI Mitgliedern zusammengestellt, im Ortsbeirat 3 debattiert und vom Dezernat noch nicht beantwortet.
Diane Henn von der BI stellt die Textfassung für meinen blog zur Verfügung. Vielen Dank! Im Wortlaut:

1. Lärm
Seit dem 11.4. sind geräuschintensive Arbeiten im Gang. Es wurden Messungen sowohl in der Lenaustraße als auch in der Lortzingstraße gemacht. Diese Messungen ergaben Spitzenwerte von 75 dB über einen längeren Zeitraum. Das ist unzumutbar und unzulässig. Die zulässige Höchstgrenze in einem Wohngebiet liegt bei 55 dB.

2. Staub
Die Staubentwicklung ist bei starker Erdbewegung auf der Baustelle enorm. Von Seiten des Bauherrn und der ausführenden Firma wird nichts dagegen unternommen.

3. Arbeitszeiten
Die FAAG hat Anfang 2013 die Nachbarn der Baustelle über die täglichen Arbeitszeiten informiert. Diese sind Mo-Fr von 7-18 Uhr, Sa von 7-14 Uhr. Als Anwohnerin musste ich nun bereits wiederholt feststellen, dass diese Zeiten nicht eingehalten werden. Es wird bis 19 Uhr gearbeitet und zeitweise auch schon vor 6.30 Uhr begonnen. Auch das ist eine Zumutung und nicht zulässig.

4. Straßenbeleuchtung

In der Lortzingstraße wurden – einhergehend mit dem Fällen mehrerer großer Bäume – auch die Straßenlampen beseitigt. Das bedeutet eine Gefährdung für alle Bewohner und Passanten. Der gesamte Straßenzug
liegt jetzt abends im Dunkeln. Das ist ein starkes Stück. Ich verlange sofortige Abhilfe.

5. Bauschild
An der Baustelle befindet sich kein Bauschild. Nach Auskunft von Herrn Schneider / FAAG ist dies nicht erwünscht. Ob erwünscht oder nicht, dies ist für jede Baustelle gesetzlich vorgeschrieben.

6. Hydrant

Mit dem Entfernen von Bäumen und Straßenlampen in der Lortzingstraße ist auch das Hinweisschild für den dort befindlichen Hydranten verschwunden. Bei einem Brand geht es um Sekunden. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Feuerwehr den Hydranten derzeit gar nicht orten könnte.

7. Baupläne
Den Nachbarn der Baustelle wurde bislang der Blick auf die Pläne zum Bau der Tiefgarage vorenthalten. Im Planungsamt waren diese auf persönliche Nachfrage im Planungsamt Anfang März kurzfristig nicht verfügbar. Sicher war es nur ein Versehen, dass die zugesagte Rückmeldung per Mail bislang nicht erfolgt ist.

Die FAAG verweigert jede Einsichtnahme. Warum wird daraus eine geheime Verschlusssache gemacht? Die Nachbarn wurden gern auf das öffentliche Vorstellen der Pläne im Ortsbeirat verwiesen. Es ist jedoch bekannt, dass die Planung sich im Verlauf von mehreren Jahren mehrfach geändert hat. Das bewusste Nicht- und/oder Fehlinformieren der Bürger ist vollkommen inakzeptabel und steht im absoluten Widerspruch zur viel beschworenen Transparenz politischer Entscheidungen.

8. Baukosten
Neben den Bauplänen sind bislang keinerlei Zahlen veröffentlicht, welche Kosten für den Bau der Tiefgarage veranschlagt sind. Ich bitte um detaillierte Auskunft.

9. Baumfällungen

Ich möchte wissen, warum insbesondere die Bäume in der Lortzingstraße
gefällt wurden. Die Bohrpfahlwand für die Baugrubenumschließung ist zu weit vom ehemaligen Standort der Bäume entfernt, als dass diese einen störenden Einfluss hätten haben können. Der Verdacht liegt nahe, dass die Bäume nur gefällt wurden, damit das schwere Gerät auf der Baustelle viel Platz zum Arbeiten hat.

10. Toilette
Die hygienischen Zustände auf der Baustelle sind verbesserungsbedürftig. Ab dem Zeitpunkt, an dem die Schule und auch der Baucontainer abgeschlossen sind, erleichtern sich die Beschäftigten gut sichtbar auf dem Schulhof. Es sollte möglich sein, diesen Anblick mit einer mobilen Toilette zu vermeiden.

11. Bomben

Unlängst wurden auf dem Schulhof zahlreiche kleine Löcher gebohrt. Die FAAG begründet dies mit dem Argument, man habe ’nach Bomben gebohrt‘. Anfang dieser Woche stand ein Fahrzeug der Kampfmittelräumung in der Lenaustraße. Ich wüsste gern, was es damit auf sich hat.“

Berichterstattung der fnp hier

Berichterstattung der FR am 24.4.2013: „Aussitzen der Beschwerden. Bürgerinitiative und Ortsbeirat kritisieren Dezernentin und Baustelle für Quartiersgarage“ und am 26.4.2013 „Mangelnde Transparenz beklagt. Nordend. FAAG reagiert auf Beschwerden über Quartiersgaragen-Bau“.

Berichterstattung der FAZ am 25.4.2013 „Ärgr über Lärm und Sorge ums Stadtbild“, online hier

Nachtrag am 24.4.2013

Die Bauaufsicht hat den Brief beantwortet, nachzufragen bei der BI.

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