Extra FahrradTransportZug mit drei hohen Stufen

FahrradTransportZug
In den Sommermonaten ist auf der Strecke Haßfurt – Gemünden am Sonntagabend ab 17.58 Uhr ein extra Zug zum Fahrradtransport eingesetzt. Klingt gut. Doch das Übel sind drei hohe Stufen in den Waggon. Vom Bahnsteig ein schweres Fahrrad drei Treppenstufen hochzuwuchten, ist allein schier unmöglich. Es mußten 15 Räder unserer Gruppe in den Zug, darunter ein ElektroRad. Kein Schaffner kam zu Hilfe. Es müßte doch eine Rampe geben, sofern nicht sowieso ein barrierefreier Zug für die vielen Fahrräder der Sommertouristen eingesetzt wird! Wieder mal kein schöner Zug der Bahn AG. Als der Schaffner dann später nach der Anfahrt durch den Zug ging, konnte er sich nur entschuldigen. Er hat die Barrieren nicht verbrochen.

Im Zug hängt ein Schild, das nur als bittere Ironie verstanden werden kann:
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Mehrzweckraum ist auf die Anforderungen von Rollstuhlfahrer/innen, Reisenden mit Kinderwagen, Fahrrädern oder Gepäck zugeschnitten.“ Ein Mitreisender meinte: „Es ist wohl so, daß der Bahnsteig höher gelegt werden muß, wenn dieser Zug eingesetzt wird.“

Wie soll eine Person mit Kinderwagen dort rein- und rauskommen? Für Rollstühle ist sowieso keine spontane Fahrt mit der Bahn möglich, wenn eine Rampe benötigt wird, die vorher telefonisch geordert werden muß.

In Gemünden, unserem Umsteigebahnhof, um dann nach Frankfurt weiter zu fahren, half uns der Schaffner bei jedem Rad die drei Stufen aus dem Waggon abwärts, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Bequem ging es dann weiter im barrierefreien Doppelstockzug, in den wir einfach reinfahren konnten, sogar ohne das Gepäck abnehmen zu müssen. Für die vier Tage unterwegs in Mainfranken hatten wir paar Sachen mehr mit als für einen Tagesausflug.

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