Stadtlabor unterwegs – Wallanlagen

AhornHain Friedberger Anlage

drei neugierige MädchenDas nächste spannende Thema des Historischen Museums ist das Projekt Wallanlagen, bei dem ganz, ganz viele Akteure und Akteurinnen mitmischen sollen. Das Stadtlabor unterwegs ist ein Projekt „von unten“. Es lebt von den Menschen, die sich beteiligen. Eine lange Liste an Ideen sammelt sich schnell. Doch wer mitmacht, ist noch völlig offen. Fühlen Sie sich angesprochen?! Fühlst du dich angesprochen?! Es geht demnächst los. Mit einem blog, mit einem Handzettel, mit einem Internet-Aufruf. Alle können mitmachen. So viele wie möglich sollen mitmachen.

Foto-Projekt und drei interessierte Mädchen auf der Bank
Gerade war ich mit meiner kleinen Digitalkamera in der Obermainanlage, der Friedberger Anlage und der Eschenheimer Anlage unterwegs, um Bildeindrücke einzufangen. Ich fotografierte gerade den AhornHain (Foto), der mit ca. 17 Bäumen ein wundervolles grünes Dach bildet. Da sprachen mich drei Mädchen, ca. 16 Jahre, an, die in der Friedberger Anlage auf der Bank saßen (Foto). „Was fotografieren Sie?“ Ich: „Ich sammle Fotos zu den Wallanlagen. Es gibt ein Projekt des Historischen Museums dazu.“ Ein Mädchen: „Stellen Sie die Fotos auf facebook. Da gucken ganz, ganz viele.“ Ich: „Ja. Facebook ist gut. Es gibt dann einen blog. Ihr könnt dann auch eure Fotos zu den Wallanlagen draufstellen.“ Ein Mädchen: „Machen wir. Sind wir hier in den Wallanlagen?“ „Ja. Leider habe ich jetzt keinen Zettel mit der Adresse zum Projekt Wallanlagen. Gebt das Suchwort Wallanlagen ein. Da ist demnächst eine Information.“ Wollen sie machen.

Toll, das Gespräch. Es ermutigt, die Nutzer und Nutzerinnen der Wallanlagen anzusprechen, zu interviewen, in Gespräche zu ziehen, zu fragen, in welcher Weise sie sich beteiligen könnten. Ein Jahr läuft das Projekt, das mit einer Ausstellung enden wird. Der Ort wird noch gesucht.

Motive in den Wallanlagen, am Rand und an den Kreuzungen, Verkehr als Problem

Von heute könnte ich bereits 400 Fotos auswerten. Denn ich hab in alle Richtungen fotografiert: Das Schöne und das Häßliche, das Kleine und das Große, das Grüne und den Beton, die Kreuzungen, die Baustellen, die Wege, Bilder mit und ohne Menschen, Bilder mit und ohne Autos, Bilder mit Hunden, Karnickeln, Amseln, Tauben, Nilgänsen, was halt so kreucht und fleucht. Den Lärm und die Abgase und den Feinstaub habe ich nicht eingefangen. Baumhöhlen und Rinde, Pilze im Mai, Kinderspielplätze, drei Teiche mit stillgelegten Springbrunnen und ein Urban Gardening Projekt habe ich fotografiert. Wie Urlaub in der eigenen Stadt. Die Häuser ringsum sind auch drauf. Auch der alles überragende vom Glas blendende neue EZB-Turm ist auf Fotos drauf. Pfützen und Radverkehr, JoggerInnen auch. Ich war von 19 – 20 Uhr zugange. Mal sehen, was sich mit der Mai-Ausbeute anfangen läßt. Integriert wird in das Stadtlabor auch das Occupy-Camp. Wie überhaupt die Geschichte der Wallanlagen, die auf der ehemaligen, abgebauten Stadtmauer angelegt wurden, eine Rolle spielt. Ein Bewußtsein von den Wallanlagen zu schaffen, bessere Markierungen und Benennungen sind Ziele des Projekts.

Zur Zeit läuft als Stadtlabor-Projekt noch das Wohnzimmer Ginnheim.

Sobald der blog Wallanlagen Stadtlabor unterwegs existiert, verlinke ich hier, ehrlich.

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