Am Morgen in der TaunusAnlage unterwegs

TaunusAnlage

Bretterzaun

Nilgänse Alte Oper

Der heutige Challenge-Lauf tangiert auch die Taunusanlage an der Alten Oper, ein Teil der geschützten Wallanlagen. Jede Menge Toiletten stehen dort jetzt rum, Zelte werden auf die Wiese gestellt, die Spazierwege stehen voller LKWs. Heute Abend wird es eine Müllkippe sein. Die Stadt schafft sich ständig Unorte.

Mir behagt das nicht, wenn grüne Parkanlagen so mißhandelt werden. Heute Morgen ist die Luft frisch, gerade nieselt es ein wenig. Es atmet sich gut. An der S-Bahn-Station Taunusanlage steht der Bretterzaun, der die Sicht versperrt und den Weg verschmälert. Das geht nun ein ganzes Jahr mit dieser Einschränkung der Parkanlage, während auf der Straße in einem Sperrbereich keinerlei Baumaterial gelagert wird. Immer dasselbe: Der Autoverkehr kann rollen. Die FußgängerInnen haben sich einzuschränken. Die Grünanlagen werden als Lagerstätten mißbraucht.

Der Radständer an der S-Bahn-Station ist überfüllt und chaotisch, schon seit Jahren. Hier wachsen am Rand der Böschung sogar Brennesseln, was ich für die Schmetterlinge sympathisch finde, denn hier hätten Raupen geeignetes Futter. Die Papierkörbe, die ohne Dach, sind geleert und ringsum liegt der Müll. Wer das war? Krähen?

An der Junghofstraße gibt es ein historisches Tor zur Taunusanlage. Das nimmt kaum jemand wahr, gibt es doch keine direkte Sicht- und Wegebeziehung zu dem Tor. Der FußgängerÜberweg über die Junghofstraße liegt ampelgeregelt ein Stück weiter und ist insgesamt häßlich, zu eng, zu wartend, zu sehr dem AutoVerkehr ausgesetzt.

Die GartenbauFirma Krämer steht mit zwei Autos im Park mit dem Auftrag, trockene Äste aus der Eiche zu schneiden, damit sie niemand auf den Kopf fallen. Ich frage die BaumSchneider, ob sie wissen, weshalb die Platanen so viele Blätter verlieren. „Das ist normal. Das passiert im kalten Frühling öfter. Vor zwei Jahren war es auch so stark.“ Aha, ich werde es weiter beobachten.

Einige Berufstätige sind zu Fuß oder mit dem Rad in der Anlage unterwegs. Es ist 9 Uhr. Der leichte Nieselregen hat aufgehört. Die Vögel zwitschern. Ein kaputtes Rad lehnt am Baum. Einen Baum mit langen grünen Blütenständen sehe ich. Was mag er für einen Namen haben? Im Lucae-Brunnen an der Alten Oper watscheln zwei NilGänse.

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