Kahlschlag auf den Wiesen – 12 x im Jahr, alle drei Wochen im Sommer mähen

2012 war die Wiese an der HansaAllee Ecke Platenstraße ein Eldorado für Wiesenblumen

Im Sommer 2012 schrieb ich das Grünflächenamt erfreut an, daß das Wiesendreieck nahe dem SeniorenRathaus HansaAllee 150 allerhand WildPflanzen für Insekten und Vögel und nicht zuletzt für die Augen der von WildPflanzen entwöhnten Großstädter anbietet. Dieses Jahr wollte ich die verschiedenen Kräuter, die sich dort angesiedelt haben, wieder bewundern, fotografieren und zählen. Doch ich sehe statt einer hübschen Wildwiese einen englischen Rasen. Der Rasenmäher ist gerade drüber gefahren. Die zwei jungen Männer der Gartenbaufirma Schmidt sagen mir, daß sie seit diesem Jahr den Auftrag haben, 12 Mal im Jahr zu mähen. Im letzten Jahr wären sie nicht beauftragt gewesen.

Weicht die Stadt immer wieder von ihrem versprochenen Kurs der Biodiversität ab, indem die vielen Möglichkeiten, Wildwiesen in der Stadt wachsen zu lassen oder Urban Gardening vor der Haustür zu unterstützen, verhindert oder sogar vernichtet werden?

Ich hatte auf die Wildwiese 2013 an der HansaAllee als feste Größe wieder gehofft, die dann im Juli gemäht wird, damit vorher die Pflanzen aussamen können. Ich werde nachfragen, welches Biodiversitäts-Konzept die Stadt hat, wenn sie diese sehr geeignete Fläche nicht entsprechend schützt und den radikalen Mäh-Auftrag erteilt. Ist der billiger?

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