SommerBlumenParadies auf dem Eschersheimer Feld

Wildblumen auf dem Eschersheimer Feld

Sommer Blumen Paradies

Dieses Jahr blüht`s. In Gelb, Lila, Weiß, Rosa, Blau. Das Feld in Eschersheim vor der Gärtnerei Werner. Wer das Feld bewirtschaftet, weiß ich nicht. Die letzten Jahre gab es schon mal Phacelia dort, die Bienenweide. Doch meist war ein Korn gesät. Viele Karnickel tummelten sich dann dort. Jetzt mit den unglaublich vielen Blumensorten ist das Feld himmlisch. Ein gelbblühendes Kraut kenne ich gar nicht.* Aufragend ist der blaue Natternkopf mit den kratzigen Blättern, der auch auf Brachen stattlich wird. Die Königskerze ist dazwischen. Auch einige rosa Malven sind dazwischen. Es blühen Margeriten, Ampfer, Färberkamille. Einige Ackerkratzdisteln sind aus den Vorjahren geblieben, da sich die Wurzeln gut halten, die Blüten sind hübsch, die Samen bei Distelfinken beliebt. Die Wiesenflockenblume mischt sich auch ins Blütengetümmel. Es wird eine Samenmischung für trockenen, lehmigen Boden sein, großzügig auf den rund 1000 Quadratmetern am Stadtrand ausgestreut, die bei dem vielen Regen ein prächtiges Blütenmeer für Bienen, Hummeln, Falter und Vögel entwickelt hat. Ringsum ein Zaun verbietet das Eindringen. Blumensträuße sind also nicht angesagt. Nach der Insektenvielfalt will ich noch eine Weile schauen. Jetzt im Juli und August ist Hochzeit. Es sollte viel, viel mehr solcher schöner, wuchernder Felder mit Blütenpflanzen der verschiedensten Arten geben statt der öden, pestizid- und insektizidverseuchten Monokulturen landauf und landab. Ich schlage dieses Feld für einen Umweltpreis vor.

Die hohen Bäume, die auf dem Foto im Hintergrund zu sehen sind, gehören zum Wall der Elisabeth-Schwarzhaupt-Anlage gegen die Autobahn A 661 Ausfahrt Hügelstraße in Eschersheim. Einige Kleingärten sind auch dort hinter dem Wall.

*Nachtrag am 8.7.2013
Wilde Sumpfkresse, Waldkresse. Rorippa sylvestris. Kreuzblütengewächse. „Unkrautbestände auf feuchten Äckern, an und auf Wegen … Zeigt Verschlammung an, liebt schweren, stickstoffhaltige Böden,“ so bestimme ich die zarte Pflanze mit den zierlichen gelben Blüten und wegen des Regens dicht gewachsen nach D.Aichele: Was blüht denn da? Der große bunte Kosch, Kosmos Naturführer, S. 118,1975. Das Buch begleitet meine Ausflüge in die Pflanzenwelt seit bald 40 Jahren.

Nachtrag am 15.7.2013
Heu. Das Blumenfeld ist Heu.
Nichts mehr ist von der BlütenPracht geblieben.
Alles ist abgeschnitten und vertrocknet.
Ich fasse es nicht.
So mit einem Bienen- und HummelParadies umzugehen.

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