Trostlose Leere vor dem Palmengarten-Gesellschaftshaus

Bei brütender August-Hitze wird vor dem Gesellschaftshaus kein Schatten geboten. Der Springbrunnen steht trocken.

Palmengarten-Eingang

Vorplatz Palmengarten

Albizie vor Palmengarten
Zwar sind die Rabatten rings um den Brunnen wieder mit hübschen Blumen bestückt, diesmal überwiegend in Gelbtönen. Die Wiese existiert auch noch. Daß der Springbrunnen nach einer 40 Millionen Euro kostenden Gesellschaftshaus-Sanierung nicht funktioniert, ist eine Schande. Die Terrasse liegt in der prallen Sonne. Vorher gab es dort schattige Pinien, unter denen Bänke standen. Alles weg. Einladend soll der gesamte Eingangsbereich nicht sein. Es fehlt jede Sitzgelegenheit! Wenn sich jemand auf den Treppenstufen niederlassen sollte, kommt bestimmt ein Aufpasser von Johnny Klinke & Co. zum Vertreiben.

Die Palmen in Kübeln können im Sommer nur ein bißchen darüber hinwegtäuschen, daß es kein Grünkonzept im Vorbereich des Palmengartens gibt, daß jegliches ökologische Konzept fehlt, das wegen des Klimawandels unabdingbar wäre.

Die Bäume auf dem Vorplatz, dort wo die KfW ihre Schatten wirft, fristen ein kümmerliches Leben. Jetzt blühen zwei der zarten Bäumchen, so daß ich sie jetzt als Albizien bezeichnen kann. Von dem argen Zustand als Unort berichtete ich bereits hier. Im Palmengarten selbst hat ein solcher Baum eine Kennzeichnung durch ein Baumschild, so daß ich einen Aha-Effekt spüre. Exotische Bäume, die Albizie oder Schirmakazie stammt aus SW-Asien, sollten im öffentlichen Raum mit Namensschildern versehen sein.

Auf den einstmals acht Baum-Standorten mit Albizien im Vorbereich leben noch fünf Bäume, die einen Überlebenskampf führen. Zwei bis drei Bäumen haben noch eine gewisse Chance auf Ast- und Blattwachstum. Schatten spenden die Bäume für die unbequemen Metall-Rohr-Bänke ohne Lehnen ohnehin nicht. Sie haben weder einen praktischen Wert noch sind sie eine schöne Gestaltung. Sie sind eine Unkreation von Architekten, also eine pflegeleichte, inhumane Platzgestaltung und jemand aus der Frankfurter Stadtverwaltung findet das schön. Basta.

Rechts und links im Eingangsbereich gibt es wenigstens noch die alten Lindenalleen. Nach unserem Protest stehen dort wieder paar Bänke. Nicht die schönen weißen mit den hohen Rückenlehnen, sondern die grünen mit den Metallrosten, unbequem, aber mit Rückenlehnen und mit Schlössern zusammengebunden. Es könnten mehr Bänke dort unter den schattigen Linden sein. Viele Bäume und Büsche, die vorher an der westlichen Seite des Eingangsbereiches standen, fielen dem Kahlschlag unwiederbringlich zum Opfer. Der zuständige Ortsbeirat 2 hat weder eine Begehung noch eine Anhörung zustande gebracht. Wegducken und stillschweigen sind die Gesten des Desinteresses an Unorten.

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