Gemeinschaftliches Wohnen und Stadtentwicklung – 7. Wohnbörse in den Römerhallen am 31.8.2013 von 11 – 17 Uhr

Vortragsprogramm im Haus am Dom von 9.30 – 11 Uhr
Zahlreiche Initiativen, Wohnprojekte, Institutionen und VertreterInnen der Wohnungswirtschaft beteiligen sich wieder an der mittlerweile 7. Wohnbörse, die eine wichtige Kontaktbörse ist für diejenigen, die gemeinschaftliches Wohnen in Frankfurt wollen. Gemeinschaftliches Wohnen muß bezahlbares Wohnen sein, das durch die Stadt selbst finanziell und logistisch gefördert werden muß.

Frankfurt braucht auch viel mehr barrierefreien Wohnraum – nicht nur für Seniorinnen und Senioren sondern generell für mobilitätseingeschränkte Personen. Beispiele aus verschiedenen Städten machen deutlich, daß die Stadt innovative, zukunftsweisende Wohnformen benötigt, die dem gesellschaftlichen und demografischen Wandel gemäß sind. MehrgenerationenWohnen in Siedlungen und Häusern sind zum Beispiel solche Projekte. In der Einladung heißt es: „Das Netzwerk und die Gruppen engagieren sich darum für eine Diskussion, wie man künftig stärker am Bedarf der Menschen orientierte Wohnungen und Gebäude entwickeln kann und bieten Ideen und Konzepte.“

Wie schwer sich die Stadt mit Gemeinschaftlichem Wohnen tat, weiß ich noch aus meiner 9jährigen Tätigkeit als Stadtverordnete der Opposition ab 2002, denn ich hatte mich im Parlament für dieses wichtige soziale Thema eingesetzt, obwohl es schon mindestens 10 Jahre lang außerparlamentarisch in Frankfurt en vogue war. Das interessierte aber die etablierten Parteien nicht.

Die WohnInitiativen wurden von der Stadt jahrelang nicht unterstützt. Der Durchbruch ist immer noch nicht geschafft. Eine jüngere Untersuchung wies in Frankfurt nach, daß für gemeinschaftliches Wohnen im Alter (Generation 50+) kein großes Interesse, kein großer Bedarf besteht. Es gibt aber städtischerseits auch keine Angebote, die wahrgenommen werden könnten. Jede einzelne Initiative steht vor dem Problem, lange Jahre zu verhandeln und letztendlich alles selbst zu finanzieren. Dazu gehört ein langer Atem. Siehe das Philosophicum auf dem Campus Bockenheim.

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