Gespart wird nicht – 4,2 Millionen Euro für den Grüneburgpark

Es wird kein gesunder Baum gefällt. Was ist mit den 131 BaumNachpflanzungen?
Seit gestern ist die Magistratsvorlage M 127 vom 4.8.2013 zur Grundsanierung des Grüneburgparks öffentlich. Statt 3,7 Millionen Euro sind nun 4,2 Millionen Euro Investitionskosten vorgesehen. Es ist das Gegenteil von Sparhaushalt.

Daß kein gesunder Baum gefällt wird, ist der Erfolg der Bürgerinitiative Grüneburgpark, die mit keinem Wort erwähnt wird. Das ist schäbig. Damit ist wieder deutlich, daß Bürgerbeteiligung nicht erwünscht ist. Vor allem nicht diejenige, die erfolgreich arbeitet, argumentiert und sich durchsetzt. Zu fällende gesunde Bäume hätten sonst einzeln in der M-Vorlage aufgezählt sein müssen, damit die Stadtverordneten den Fällungen zustimmen, was CDU und die Grünen als Regierung ohne Zweifel getan hätten. Das negative Beispiel ist die M3/2012, wo CDU, Grüne, SPD und FDP der Fällung von 23 gesunden Bäumen in den Wallanlagen für das Luxushotel zustimmten.

Dennoch bleibt für den Grüneburgpark ein mulmiges Gefühl und viel Skepsis, was die Auslichtung dichter Baum- und Buschbestände in der zweijährigen Sanierungszeit betrifft. Da droht Kahlschlag. Bei den Neupflanzungen wird es so sein wie im Rothschildpark: Sie werden bei Trockenheit nicht ständig gegossen und nicht gepflegt, so daß sie einen trostlosen Anblick bieten und viele Pflanzen eingehen. Auch die beabsichtigten Zäune gegen Karnickel werden wie im Rothschildpark im ersten Winter von der Schneelast umkippen und werden so jahrelang liegenbleiben.

Vor allem gibt die Vorlage keine Auskunft über die dringend erforderliche Nachpflanzung von 131 Bäumen, die in den letzten Jahren versäumt wurde bzw. vom Grünflächenamt auf die Grundsanierung geschoben wurde. Davon ist gar nichts zu lesen. Doch die Baumpflanzungen sind genauso wie der Bau der Spielplätze mit erheblichen Transporten verbunden und müssen vor der Wegesanierung erfolgen. Wird sich vor den Nachpflanzungen gedrückt, um dennoch die fast 165 Bäume weniger zu haben, die angeblich dem Denkmalschutz entsprechen?

Das geplante Plateau auf dem ehemaligen Palais ist eine Einsparmaßnahme. Die Kosten und der anschließende Pflegeaufwand rechtfertigen dieses Bauwerk nicht.

Die Radständer allüberall sind keine gute Lösung. Wie konnten die sich reinschmggeln, ohne daß darüber geredet wurde?

Ein Senioren-Parcours wäre wünschenswert. Er sollte noch nachgeschobben werden.

Was passiert mit dem kleinen Sandspielplatz nahe der August-Siebert-Straße? Die Planung war, ihn abzubauen. Nun heißt es: „Im mittleren Parkbereich entsteht ein über 90 Meter langes Spielband, mit dem bestehenden Kleinspielplatz als Ausgangspunkt“. Das kann bedeuten, daß der Sandspielplatz bleibt. Damit hätten Proteste von Eltern Erfolg gehabt. Da muß nachgefragt werden.

Auf die M 127 Grundsanierung Grüneburgpark läßt sich leider nicht verlinken, doch auf das Parlamentsinformationssystem parlis für die weitere Eingabe.

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