Magnolie

Gespräch über Bäume im JAZZGARTEN beim museumsuferfest

FR 24.8.2013 Bäume sind gerettetIm lauschigen Garten vom MAK (Museum für Angewandte Kunst) spielt ein Jazz-Trio (Georg Boeßner) akustisch interessante Klänge, so daß ich mich auf einer Bank niederlasse. Bei warmem, sonnigen Wetter sind am SamstagMittag viele Gäste da. Es ist wegen des immensen Angebots am MainUfer ein Kommen und Gehen der Gäste. Nach einiger Zeit des konzentrierten Zuhörens blättere ich in der FR. Und stoße auf den Artikel „Bäume sind gerettet“. Aha, zum Grüneburgpark wird von Claudia Michels berichtet. Doch die BI Grüneburgpark ist wie in der Magistratsvorlage M 127 nicht erwähnt, obwohl sie die Bäume gerettet hat. Wir werden als „Westend-Bewohner“, also als no name getitelt, immerhin „mit massiven Einsprüchen“, die zum Erfolg führten. Die Linke ist – das ist wichtig – mit ihrem „völligen Unverständnis über die Kosten“ von 4,2 Mio Kosten erwähnt, sind es doch vorher 3,7 Mio Euro gewesen.

Rosa BlütenKelche
„Entschuldigen Sie, Sie scheinen sich bei Bäumen auszukennen. Was ist denn das für ein Baum?“ Ich schaue auf, sehe die Frau mit pinkfarbener Bluse, die mich vom Nebentisch anspricht, und auf den Baum linker Hand von der Bühne mit den großen Blättern und wenigen rosa BlütenKelchen.
„Tja, was ist das für ein Baum?“ wiederhole ich und setze for: „Es hängt kein Schild dran. Der Blüte nach ist es eine Magnolie. An den großen Blättern könnte ich es nicht erkennen. Es gibt zu viele exotische Bäume.“
„Das kann nicht sein. Das ist keine Magnolie. Die kenne ich“, kontert die Frau.
„Schauen Sie die einzelnen Blüten an. Es ist die Nachblüte. Sie sind wie eine Tulpe“, bestätige ich meine rätselnden BaumKenntnisse.
„Haben Sie mehr mit Bäumen zu tun?“ fragt meine Banknachbarin nun.
„Ja, wir haben gerade 165 Bäume im Grüneburgpark gerettet. Das steht auch hier im Artikel“, verrate ich ihr.
Sie: „Das habe ich doch geahnt, als ich sie angesprochen habe.“
„Besser wäre die Kennzeichnung der Bäume mit BaumSchildern. So ist es im Botanischen Garten und im PalmenGarten. In den Wallanlagen und im Grüneburgpark wollen wir das erreichen, weil die BaumArten oft unbekannt sind“, ergänze ich schließlich hehre Zielvorstellungen.

Die Banknachbarin erzählt, daß sie in Oregon wohnt, aber aus Frankfurt stammt und als AchtundsechzigerIn das Kämpfen auf der Straße bei den vielen Demos gelernt hat. „Wir gingen damals auf die Straße, gegen §218, für billige Fahrkarten, gegen die U-Bahn ..“, fiel ihr sofort ein. „In Oregon habe ich gerade verhindert, daß ein Privatinvestor eine ganze Straße aufkauft, für en Appel und ein Ei“. Sie erzählt stolz: „Als neues Projekt will ich ein Wasserhäuschen bauen und betreiben. So ein richtiges wie früher hier. Wo man Wasser und Getränke bekommt.“ Ich erzähle von dem Kiosk in der Kaiserstraße, den ich gerade mit gerettet habe, daß das Ehepaar bis zur Rente bleiben kann. Die Frau ist ganz begeistert über die „Seelenverwandtschaft“. Sie setze sich für Sozialpolitik ein, auch in den USA, wo die Leute so viel mit sich machen ließen.

Die Banknachbarin schließt unser angeregtes Gespräch, um ihre alte Mutter aus dem Altenheim abzuholen und paar Takte gemeinsam mit ihr das Museumsuferfest zu genießen. Zwei Monate bleibt sie hier, dann reist sie wieder in ihre Oregon-Heimat, wo sie eine Touristen-Pension betreibt. Denn dort sei zwar nicht so viel Kultur los wie hier am Main, die sie echt gut findet, sondern die Natur. Ihr Lob „Die Natur in Oregon ist phantastisch!“ macht neugierig.

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