Es fällt kein Baum im Grüneburgpark für Sichtachsen – Erfolg der BI

Pressemitteilung der BI Grüneburgpark im Wortlaut*
Die Bürgerinitiative Grüneburgaprk war mit einer starken Gruppe im Umweltausschuß am Donnerstag, 29.8.2013, vertreten. Katharina Bornscheuer stellte dar, daß es ein großer Erfolg der BI ist, daß nun kein einziger Baum für Sichtachsen gefällt werde und die teure Rampe an der Brücke nicht gebaut werde. Doch warum trotzdem 4,2 Millionen Euro veranschlagt würden, dafür sollte eine detaillierte, nachvollziehbare Kostenaufstellung für die einzelnen Maßnahmen erfolgen. Hilde Hess wies darauf hin, daß der Eingangsbereich an der Siesmayerstraße nicht mehr vom Palmengarten mit Kassenhäuschen und Vermüllung zum Lichter- und Rosenfest herhalten dürfe. Gisela Becker erinnerte daran, daß in der Anhörung des Ortsbeirats nur 7 – 8 Mitglieder von 19 anwesend waren und insofern ein großer Nachholbedarf bei der Information und der Diskussion im Ortsbeirat bestehen müsse. Die BI wünsche einen Senioren-Fitness-Parcours. Denkmal- und Landschaftsschutz habe für den Park Priorität. Der Radverkehr müsse sich nach den Spaziergängern richten und nicht umgekehrt. Durch eine Asphaltierung der Gefällstrecken gäbe es noch mehr rücksichtslose RadlerInnen als bisher schon. Doris Appel äußerte ihre Verwunderung darüber, daß die BI Grüneburgpark in der Magistratsvorlage M 127 nicht genannt werde. Sie habe den wesentlichen Erfolg für den Park- und Baumschutz erreicht. Bürgerinitiativen seien prinzipiell eine wichtige Säule der gesellschaftlichen Beteiligung. Die Dezernentin Rosemarie Heilig hob hervor, daß sie mit der Bürgerinitiative Grüneburgpark weiter im direkten Gespräch sei. Carmen Thiele, Stadtverordnete der Linke., lobte die wichtige und erfolgreiche Arbeit der Bürgerinitiative. Die Stadtverordneten der anderen Fraktionen blieben dazu sprachlos.

Fällung des Schnurbaums Nr. 1670 Ende August, doch im Juli gemeldet

Für Aufregung sorgte diese Woche eine Baumfällung im Park nördlich des ehemaligen Palais. Den Blättern nach tippten wir auf eine Robinie. Es hatte keine Meldung auf frankfurt.de dazu gegeben. Über sämtliche Baumfällungen muß nämlich vorher der Ortsbeirat und die Presse unterrichtet werden. Das war diesmal nicht nachvollziehbar geschehen. Die schnelle Recherche im Umweltdezernat aufgrund unseres Alarms ergab, daß dieser Baum bereits am 11.7.2013 der Presse und dem Ortsbeirat gemeldet worden war. Doch von der Fällung erst Ende August wußte wiederum das Umweltdezernat nichts. Die Blätter von Schnurbaum und Robinie ähneln sich sehr, so daß wir rumgerätselt hatten.

Mal sehen, was die FAZ**, Mechthild Harting, aus der Sitzung des Umweltausschusses zum Grüneburgpark berichtet. Denn die FAZ hatte frisch gemeldet, daß der Städtebaubeirat Baumfällungen für Sichtachsen wolle. Da besteht Kommunikationsbedarf.

* Pressemitteilung der Bürgerinitiative Grüneburgpark im Wortlaut:

„Erfolge der BI Grüneburgpark: Keine Baumfällungen und keine Rampe

Das Projekt „Grunderneuerung Grüneburgpark“ soll in Kürze von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Grund genug für die Bürgerinitiative Grüneburgpark zu prüfen, ob und wie weit ihre Forderungen und Anregungen in die Planung eingeflossen sind.

Die Bürgerinitiative sieht grundsätzliche Erfolge ihrer Arbeit, weil das ursprüngliche Konzept mit den Blick- und Sichtachsen und die Fällung von 165 Bäumen aufgegeben wurde.
Die Planung der Rampe zur Brücke im Norden des Parks wurde ebenso fallen gelassen.

Allerdings ist die Umsetzung der getroffenen Zusagen und Vereinbarungen noch nicht in allen Punkten transparent. Dies betrifft die Ersatzpflanzungen für die inzwischen 131 gefällten Bäume ebenso wie die Präzisierung der geplanten Pflegemaßnahmen.

Pressemitteilung im Wortlaut:
„Die Bürgerinitiative hält die Gestaltung der Fläche des abgebrochenen Palais durch eine Erhöhung für überzogen. Die Erinnerung an den historischen Zustand kann mit viel einfacheren Mitteln erreicht werden.
Die aktuelle Planung enthält darüber hinaus Angaben über den Einbau von Inventar, die der Initiative bislang nicht bekannt sind.

Verwundert ist die Bürgerinitiative Grüneburgpark insbesondere über die Erhöhung der Gesamtkosten von 3,7 Mio. Euro auf jetzt 4,2 Mio. Euro. Die BI befürchtet, daß andere Grünanlagen dadurch noch weniger gepflegt werden als bisher.

Es fehlt für das 4,2 Mio. teure Projekt ein detaillierter Katalog mit einer Aufteilung der Kosten auf die einzelnen Maßnahmen. Zur Finanzierung sind weitere Fragen offen.

Die Kommunikation wurde seitens der Dezernentin Frau Heilig durch die Beauftragung eines Moderators für die Diskussionen mit der Bürgerinitiative erleichtert.“

Die BI fordert wegen der noch offenen Fragen und der fehlenden Transparenz eine Verschiebung des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung.“

** Nachtrag am 31.8.2013
„Die resoluten Damen vom Grüneburgpark“, so titelt die FAZ am 31.8.2013 und schreibt über unsere Argumente, die wir im Umweltausschuß vorgetragen haben. Durchaus lesenswert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s