Baumfällungen auf idyllischem Friedhof Niederrad

Mindestens vier Bäume abgesägt
„Weshalb wurde diese Birke gefällt?“ frage ich den jungen Mann, der die 1 Meter langen Stammstücke auf einen Haufen stapelt. „Keine Ahnung. Wir führen nur aus,“ antwortet er. Die Birke zeigt einen braunen Kern. Abgestorben war sie noch nicht, das hatte ich vor kurzem noch gesehen. Ich besuche häufiger den grünen Friedhof in Niederrad, weil er einen vielseitigen Laub- und Nadelbaumbestand hat und die Vogelwelt dort zuhause ist.

Es blieb am gestrigen Dienstag nicht bei der Fällung der einen Birke. Eine weitere, grünbelaubte Birke war mit einem leuchtend grünen Streifen als Mal markiert, in Rot stand „F“ für Fällen dran. Ein Nadelbaum war bereits abgesägt und zerteilt, eine Eibe geköpft. Die Motorsäge arbeitete. Es waren mindestens vier Bäume, die dort gestern entfernt wurden. Doch nirgendwo finde ich die offizielle städtische Meldung dazu. Werden die Bäume nachgepflanzt? Wird es frische, junge Birken geben, die den Friedhof gefällig auflockern?

Der Friedhof wurde 1881 angelegt, die Gebäude schätze ich als Jugendstil ein, die Gräber sind alle liebevoll gepflegt und mit Blumen garniert. Ob Berühmtheiten dort liegen? Das will ich mal nachfragen.

Mein Schwerpunkt ist die Natur. Inmitten der kalten, verkorksten „Bürostadt Niederrad“ wirkt der FriedhofsPark wie vom anderen Stern. Er ist verträumt. Er ist ein grüne Lunge.

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