WallAnlagen FrankFurt – um die ganze InnenStadt ein Park

Bei dem Workshop zum Stadtlabor Unterwegs – Wallanlagen am Mittwoch, 23.10.2013, im Historischen Museum von 18 – 21 Uhr wurde zum Ende hin auch nach einem Titel des Ausstellungsprojekts gefragt, das zwischen 14. Mai und 14. September 2014 in den Frankfurter WallAnlagen stattfinden wird. Die blog-Überschrift ist mein TitelVorschlag dazu.

Die Beteiligung am Workshop war mit 40 Personen und vielen unterschiedlichen Projektvorschlägen – es war nach dem Auftakt am 27. Juli 2013 im Odeon das zweite Workshop-Treffen – erfreulich gut.

Zur Zeit läuft ein Finanzierungsprojekt Crowd-Funding bei der AventisStiftung. Habe mich gerade mal im Internet durchgewurschtelt.

Die Anna-Schmidt-Schule beteiligt sich mit mindestens zwei Lehrkräften fest, in der Grundstufe mit rund 80 Schülerinnen und Schülern, in der gymnasialen Oberstufe mit einer ProjektGruppe. Die Bockenheimer Anlage liegt vor der SchulTür und bildet das „Grüne KlassenZimmer“.

Ein MüllSkulpturenProjekt (Achtung: Peter Postleb könnte als MüllSpürer dann privat auf die Spur kommen!) ist von „FriedA“ in der Friedberger Anlage geplant. Dort sammeln Substituierte seit etlicher Zeit regelmäßig den Müll zusammen, in Vereinbarung mit dem Grünflächenamt, ein honoriges Projekt, das Sinn macht.

Besonders gefällt mir, daß nun eine Gruppe mit Helga Franke Occupy und Blockupy einbringen wird. Bei beiden Ereignissen war ich dabei und habe viele Fotos gemacht. Die Gruppe hat dem Historischen Museum bereits vor einem Jahr etliche Gegenstände aus dem Camp als historisch wichtige übergeben.

Als INITIATIVE RETTET DIE BÄUME – RETTET DIE WALLANLAGEN wird von mir die Trauer um die vielen gesunden, gefällten Bäume wegen des 5-Sterne-Hotels am Opernplatz 14 eingebracht. Ich hatte aufgrund des gesellschaftlichen Konflikts das Thema WALLANLAGEN für das Stadtlabor vorgeschlagen. Schon zur Umsetzung des dortigen Umspannwerks wegen des Hotelbaus wurde unwiderbringlich in die Wallanlagen zerstörerisch eingegriffen, acht große Platanen an der Hochstraße wurden dafür gefällt, nur zwei an der Straße im Januar 2012 nachgepflanzt. Die vielen Verstöße gegen die WallServitut werden ebenfalls dargestellt, hierzu recherchiert sehr gründlich Ingeborg Müller. Die Gruppe der Mitarbeitenden vergrößert sich. So wird Gisela Henning, die bereits maßgeblich beim letzten Stadtlabor Ginnheim aktiv war, das Ausstellungsthema weiter mit mir vorantreiben.

Ein gemeinsames Projekt mit Irene Kubisch ist der für Klima und Erholung wichtige Baum-, Busch- und Freiflächenbestand. Aktueller Arbeitstitel: BÄUME HABEN GESCHICHTE. Bisher fehlt uns zur Bestimmung der Bäume in den Wallanlagen noch immer das Baumkataster, das vom Grünflächenamt schon seit Monaten erbeten wurde. Denn viele BaumArten sind uns unbekannt. Wir kennen nicht das Alter, die Höhe usw. Wir kennen nicht die Gesamtzahl der Bäume.

Zum Thema Erkennbarkeit der grünen WallAnlagen auf StadtPlänen habe ich die letzten Jahre, bereits als Stadtverordnete, gesammelt und nur wenig wirklich Brauchbares gefunden. Selbst die graue KulturStele auf dem Opernplatz, die mitten in den WallAnlagen liegt, bildet nur ein Teilstück der WallAnlage ab statt die gesamte „Grüne Oase“.

Meine drei ProjektBeschreibungen vom 23.10.2013 sind hier angehängt:

1. Themenkomplex:
BOCKENHEIMER ANLAGE – LIESEL-CHRIST-ANLAGE – ALBERT-MANGELSDORFF-WEIHER
Dieser Themenkomplex hat zum Vorschlag „WallAnlagen – Stadtlabor Unterwegs“ geführt!

Titel(Entwurf):
TRAUER UM VIELE GESUNDE BÄUME – gefällt im Februar 2012, davor bereits 8 alte, gesunde Platanen in der Hochstraße für das Umspannwerk

wegen
Bau des Mainova-Umspannwerks und
Luxushotel und Wohn-Gewerbebau mit riesiger Tiefgarage Opernplatz 14

Lehrstück:
Zerstörung der WallAnlagen trotz WallServitut, Privatbau, keine Ausgleichsflächen

zeitGeschichtliches Material:
Ordner der
INITIATIVE RETTET DIE BÄUME – RETTET DIE WALLANLAGEN
mit PresseArtikeln
und 400 Unterschriften
und vielen Fotos
AusstellungsForm:
Text und Fotos und Begehung der Anlage
—————
2. Themenkomplex mit Irene Kubisch (und evtl. weiteren?)

Art: FÜHRUNG/EN – SPAZIERGÄNGE – BEGEHUNGEN

ArbeitsTitel: BÄUME MIT GESCHICHTE

Beschreibung:
Fachlich fundierte Führung zu „besonderen Bäumen“. Das bedeutet: Besonders alten, prägenden Bäumen, markanten Bäumen, Bäumen mit „Gesichtern“, Bäumen mit besonderer Gestalt, Baumhöhlen, sterbenden Bäumen, Bäumen fremdländischer Herkunft (Osagedorn). Z.B. „Wo steht der Osagedorn in den WallAnlagen?“

Was wir vermitteln/erzählen wollen:
. Geschichten um den Kampf für den Erhalt bedrohter Bäume
. Gärtnerische, gestalterische Absichten bei der Erstanlage und bei der Überarbeitung 1980 – 1990 sowie jetzt bei der Sanierung der OberMainAnlage
. ökologische Bewertung unter dem Gesichtspunkt der Artenvielfalt (Diversität) sowohl der . Flora als auch Fauna
. Büsche als wertvoller Bestand
. BaumNamen (BaumArten), Blatt, Rinde, Statur, Blüte, Frucht
. BaumNummern (grünes Etikett Baumkataster, silbernes Etikett Höhlenbaum)
. Die Wallanlagen als Arboretum (Baummuseum)? Anzahl der Bäume, wieviel von jeder Art, Alter? Welches sind die ältesten Bäume, vielleicht sogar 200 Jahre alt?

Ziele:
Kenntnisse über Bäume in den WallAnlagen erweitern
Kenntlichmachung der BaumArten durch grüne Baumschilder (Grünflächenamt)
Verbesserung der Wertschätzung der Natur in der Bevölkerung
KlimaSchutz durch Bäume

Vorbereitung:
Mehrere Begehungen, FotoSpaziergänge, verschiedene Jahreszeiten
Baumkataster studieren

Kooperation mit dem Grünflächenamt

Nachhaltigkeit des Projekts für das gesamte Thema Stadtlabor WallAnlagen:
Ein Faltblatt der Gesamtanlage mit botanischen und historischen Informationen.
(Denkmäler, Kunst. Auch zu bes. Nutzungsmöglichkeiten: Spielplatz, Gewässer, Cafe, etc….)
———
3. Themenkomplex

STADTPLÄNE
Auf welchen Plänen sind die WallAnlagen gut erkennbar abgebildet – wo schlecht?

Darstellung in der Ausstellung:

Gegenüberstellung von guten und schlechten Beispielen auf einer Leinwand, z.B. in der B-Ebene Eschenheimer Tor.

Ziel:

Gute Erkennbarkeit der WallAnlagen auf Frankfurter Stadtplänen.

Gute Beispiele:

„Wallanlagen – Um die ganze Stadt ein Park“. Vom Grünflächenamt. Internet und Flyer

Stadtführer Frankfurt.Frankfurt Guide. Wallanlagen als grünes Band erkennbar. Straßennamen.

Museen und galerien, schwarz-weiß. Wallanlagen als Form erkennbar mit Straßennamen.

„Goethe-Wanderweg“, farbig. Wallanlagen erkennbar.

Amtlicher Stadtplan, farbig. Wallanlagen erkennbar.

Schlechte Beispiele:

GreenCityKarte, farbig. Es fehlen die Wallanlagen, der innere GrünGürtel.

Europäische Woche der Mobilität, farbig. Es fehlen die Wallanlagen.

Grüngürtel-Karte, farbig. Wallanlagen nicht erkennbar.

RMV-Plan, farbig. Wallanlagen nicht ausreichend erkennbar.

Kulturstelen im öffentlichen Raum, grau und grün. Nur stückweise Wallanlagen erkennbar.

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