Trockenresistente Pflanzen auf dem Sand beim NaturFreundeHaus

Jetzt im Herbst, wenn es öfter mal regnet, ist eine gute Pflanzzeit für Stauden auf dem sandigen Boden rund um das Frankfurter Naturfreundehaus. Unter der Wiese liegt eine eiszeitliche Düne mit ganz feinem Sand wie bei den Schwanheimer Dünen. Am Rand wachsen Bäume und Büsche. Vor drei, vier Jahren hatte ich vom Überfluß in meinem BioGarten einige hitzeresistente Pflanzen wie Schwertlilien, verschiedene Sedumarten, Salbei, Oregano und Thymian an den Randstreifen gesetzt. Ein Teil ist sehr gut angegangen, hat den Trocken- und HitzeStress mehrerer Sommer gut überlebt. Sogar das Silberblatt, das zweijährig ist, kommt immer wieder durch Selbstversamung. Im Frühjahr blüht es schön violett und lockt Insekten an.

Nun habe ich wieder einen PflanzenVorrat aus dem Garten dort eingesetzt. Und mit der Schubkarre habe ich ganz viel LaubErde von dem großen Berg unter den Bäumen als zukünftigen BlumenStreifen an den WiesenRand gekippt. Ich war gestern bei den sommerlichen Temperaturen über 20 Grad von den rund 50 Fuhren schweißgebadet. Der vor Jahren gepflanzte Apfelbaum und der Ginkgo im Vorgarten bekamen auch einige Schubkarren vererdetes Laub. Richtiger Kompost steht auf dem Gelände nicht zur Verfügung. Nur Laub von Ahorn, Buche und Eiche en masse, das auf einem riesigen Haufen zu Erde wird.

Die nächste PflanzAktion, allerdings mit gekauften Pflanzen, wird mit Salbei und Lavendel sein. Die grauen BlattPflanzen, die Sonne gut aushalten, sind ein Versuch wert, wenn der Regen das seine dazu beiträgt.

Spaß macht mir ein Rotkehlchen, das jede Krume Erde, die ich lockere, beäugt und inspiziert. Kleiner, fitter Vogel. Es ist sein Revier.

Ergänzung am 31.10.2013:
Die Verteilung der LaubErde auf die bepflanzten Flächen zeigt Fortschritte. Im Sommer mit Rasenmäher geschnittenes, vergilbtes Gras, das auf Haufen liegt, dient als Abdeckung und Puffer, damit die Feuchtigkeit des Regenwassers etwas länger für die Wurzeln zur Verfügung steht. Auch heute habe ich keinen einzigen RegenWurm gesichtet, als wäre SandBoden ein Graus für die wichtigen BodenNützlinge. Einige herumliegende StammStücke sind jetzt neu geordnet und mit Erde und Bodendeckern gefüllt. Mauerpfeffer, Thymian und Sedum mögen im Frühjahr bis in den Sommer hinein kräftig blühen und Insekten anlocken. Bei genauer Sichtung der WildPflanzen, die bislang hinter grünem Laub versteckt waren, entdecke ich eine ganze Anzahl von ausgesamten Königskerzen, die nächstes Jahr blühen werden. Es sind Kostbarkeiten, die auf trockenem Boden gedeihen.

Ergänzung am Montag, 4.11.2013:
Der Regen der vergangenen Tage hat dafür gesorgt, daß die Erde für die frisch gesetzten Pflanzen gut mit Wasser versorgt ist. Zusätzlich konnte ich heute Salbei und Königskerzen an verschiedenen Standorten, die hoffentlich von den Pflanzen angenommen werden, setzen. Auch habe ich zerschnittene Baumstammteile positiv platziert, damit sie zu Wachstum und Haltung von Feuchtigkeit gut beitragen, sicherlich ein Kunstgriff, auch um Humus an neuen kleinräumigen Orten zu erzeugen.

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