Bürgerinitiative contra Quartiersgarage Glauburg will viele Bäume und hohen Aufenthaltswert mit essbarem Garten in der Lortzingstraße

Einladung zur öffentlichen Planungswerkstatt
Wortlaut des Konzepts der BI

Auch wenn es sehr enttäuschend für die AnwohnerInnen der nun betonierten Tiefgarage auf dem Schulhof der Glauburgschule war, daß 16 teils über 100jährige Kastanien und eine riesige Pappel auf dem Schulhof einfach so für Autos im Januar 2013 gefällt worden waren, haben die Mitglieder der BI ein den ökologischen Gesamtschaden etwas minderndes Konzept in der Planungswerkstatt erarbeitet, das jetzt an die Presse geleitet wurde, im Ortsbeirat 3 vorgestellt wurde und am kommenden Dienstag in der öffentlichen Planungswerkstatt zur Umfeldplanung der Quartiersgarage Glauburg diskutiert wird.

Termin: Dienstag, 12.11.2013, 16.30 – 20 Uhr
Ort: Berta-Jourdan-Schule, Adlerflychtstraße 24, 60318 Frankfurt am Main

Das Konzept – hier im Wortlaut angehängt – gefällt mir, die ich im Januar 2013 gegen die Baumfällungen vor Ort war und hier im blog mehrfach berichtete (tag = Suchwort „Glauburg Quartiersgarage“, rechts unten). Danke an Diane Henn und Mirjam Glaser von der BI für die Zusendung des Konzepts. Die zwei pdf-Dateien mit den Plänen sind hier aus technischen Gründen nicht angehängt.

Ben Kilb berichtete in der FNP am 7.11.2013 im Artikel „Das Umfeld soll wieder grün werden. Bürgerinitiative gegen den Bau der Quartiersgarage im Nordend präsentiert ihre Ideen.“

Im Wortlaut:


Die Maßnahmen im Einzelnen

■ Nachpflanzung von 16 neuen, großen Kastanien (15 m hoch) im Straßenraum anstelle der am 7. Januar 2013 gefällten alten Bäumen in Lortzing- und Lenaustraße (Verteilung: 7 Bäume in der Lortzingstraße, 5 Bäume in der Lenaustraße, 4 Bäume an den Gehwegnasen der Kreuzung Lenau-/ Neuhofstraße)

Lortzingstraße
■ Aufteilung der Straße in drei Zonen:
a. Zentral für die Gestaltung der Lortzingstraße: Der Gemeinschaftsgarten mit Beeten im mittleren Drittel
b. Begegnungszone im nördlichen Drittel (auch nutzbar für die Schüler der Berta-Jourdan-Schule)
c. Spielzone im unteren Drittel der Lortzing- bis zur Neuhofstraße: mit Wasseranschluss und Trogbrunnen für die Gartennutzung und zur Entspannung
■ Pflasterung der Straße mit Sickersteinen anstelle des bisherigen Teerbelags zur ökologischen Aufwertung und zur Verbesserung der Grundwassersituation


Lenaustraße/Neuhofstraße

■ Sackgasse zur Glauburgstraße mit einer Begrenzung durch Poller, die an der Außenkante der Parkplätze auf der Glauburgstraße enden
■ Abschnitt Garageneinfahrt bis Glauburgstraße: weiterhin Schrägparken auf einer, Längsparken auf der anderen Straßenseite
■ Abschnitt Lenaustraße von Neuhofstraße bis Garageneinfahrt: Künftig zweispurig für an- und abfahrende Autos; Längsparken auf beiden Straßenseiten
■ Nutzung der Lenaustraße künftig ausschließlich für Anlieger
■ Verkehrsberuhigung durch Gehwegnasen an den Ecken von der Lenau- zur Neuhofstraße, jeweils mit Baum und Sitzgelegenheit
■ Die Neuhofstraße wird an ihrer Kreuzung mit der Lenaustraße durch Gehwegnasen in die Verkehrsberuhigung einbezogen. Das hinzugewonnene Areal wird mit Bäumen bepflanzt; unterhalb dieser Bäume werden Sitzmöglichkeiten eingerichtet. Außerdem entsteht weiterer Raum für zusätzliche Fahrradständer.

Glauburgstraße
■ Der Abschnitt der Glauburgstraße zwischen Lenau- und Lortzingstraße wird auf Gehwegniveau aufgepflastert. Dadurch entsteht eine Verkehrsberuhigung zugunsten von Kita, Glauburgplatz und Berta-Jourdan-Schule. So kann der Glauburgplatz ebenso wie die Fußgängerzone Lortzingstraße von Schülern der Berta-Jourdan-Schule als Schulhofersatz sicher erreicht werden.
■ Vor dem künftigen Eingang der Schule werden 3-5 Parkplätze für Kurzzeitparker jeweils in den Morgen- und Nachmittagsstunden freigehalten. Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Kita bringen, sind rasch wieder im fließenden Verkehr und belasten die kleinen Nachbarstraßen nicht mit zusätzlichem Verkehrsaufkommen.

Konzept „Die essbare Lortzingstraße“

„Die essbare Lortzingstraße“ stützt sich auf das bereits bestehende Konzept von der „essbaren Stadt“. Zunächst in Andernach erfolgreich umgesetzt, hat es mittlerweile zahlreiche Nachahmer gefunden.

Im Zentrum der Überlegungen steht die Lortzingstraße. Hier wurden die meisten alten Bäume gefällt, das Straßenbild hat sich dadurch radikal verändert. Die Bürgerinitiative Contra Quartiersgarage entwickelt hier eine konsequente Umgestaltung. Die Lortzingstraße wird zur Fußgängerzone mit neuen, großen Bäumen. Darüber hinaus entsteht ein Gemeinschaftsgarten mit viel essbarem Grün und mit Begegnungs- und Spielzonen für Jung und Alt.

Die Lenaustraße muss künftig den Verkehr in die und aus der Quartiersgarage schultern. Um zu vermeiden, dass sie zusätzlich den bisher durch die Lortzingstraße fließenden Verkehr aufnehmen muss, wird die Lenaustraße in Richtung Glauburgstraße zur Sackgasse. Der Verkehr im Zusammenhang mit der Kita wird so aus beiden Straßen herausgehalten. Für Eltern soll es in der Glauburgstraße eine Kurzparkzone geben.

Das Konzept der „essbaren Lortzingstraße“ bezieht die Lenau-, Neuhof- und Glauburgstraße mit ein und wertet den öffentlichen Raum auf. Dadurch entsteht rund um das Areal der Berta-Jourdan-Schule ein Bezug zur Kita, zur Sporthalle und zum darüberliegenden grünen Glauburgplatz.


Bürgerinitiative Contra Quartiersgarage Glauburg, November 2013

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