Wertvoller Höhlenbaum auf dem KfW-Grundstück gefällt

KfW-gefällter Höhlenbaum

KfW-Höhlenbaum gefällt
Enttäuschung macht sich breit, wenn wieder ein dicker Baum im Stadtgebiet gefällt wird. Am Samstag, 7.12.2013 traf es einen dicken Laubbaum (BergAhorn)* auf dem KfW-Gelände an der Palmengartenstrasse am Zaun zum Palmengarten. Am liegenden Stamm sind Risse und Baumhöhlen erkennbar, ein kostbarer Höhlenbaum.

Die SägeStücke des Baumes liegen nun auf dem Palmengartengelände im Süden, gut bewacht von einer VideoKamera der KfW, die in den Palmengarten hinein gerichtet ist. Es grassiert allüberall mit VideoÜberwachung. Ist das überhaupt zulässig?

Ich gehe davon aus, daß die Untere Naturschutzbehörde die Fäll-Genehmigung erteilt hatte – aus Gründen der Verkehrssicherheit. Doch längst hätten Bäume nachgepflanzt werden können, denn die Problematik ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Für die Fällung einer ausgewachsenen Buche müßten 2000 JungBäume gesetzt werden. Für die Fällung eines BergAhorns wieviele? Sicher nicht nur ein schmaler „Architekten“Baum. Die KfW läßt bezüglich Grün und Baum die Nachhaltigkeit vermissen.

Kürzlich hörte ich im Palmengarten einen Vortrag zu „Frankfurt summt“, daß oben auf dem Dach des KfW-Gebäudes Bienen gehalten werden. Auf dem Dach gäbe es entsprechende Kräuter als Bienenfutter. Der Vortragende konnte noch nicht mal die Quadratmeterzahl der Anpflanzungen nennen. Für Publikum sei die Besichtigung ausgeschlossen. Unten auf dem Boden hinter dem Zaun der KfW stelle ich überhaupt keine Wildpflanzen und sommerlichen BienenfutterPflanzen fest. Der gedeckte Tisch für die Bienen sei im Palmengarten, hieß es in der Diskussion. Damit wird öffentliches Eigentum für privaten Honig vorgehalten. Schöne neue Welt.

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* Nachtrag am 10.12.2013
Die UNB gab Hilde Hess telefonisch folgende amtliche Auskunft zur Baumfällung:
Es handelt sich um den BergAhorn mit der Nr. 19, Alter unbekannt, Höhe 23 m, Stammumfang 89 cm. Das Gutachten verfaßte die Firma Leitsch. In 9 m Höhe wäre eine Pilzerkrankung, Verursacher Judasohr. Ein Jahr Zeit zur Nachpflanzung wäre eingeräumt.

In der Nähe stehen noch zwei weitere hohe Bäume (siehe Foto). Werden die auch noch plattgemacht?

Nachtrag am 27.12.2013
Zwei Bäume wurden auf dem KfW-Gelände bereits anstelle des gefällten Ahorn vor Weihnachten nachgepflanzt.

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