LaubGeraschel – LaubGespräche

Naturfreundehaus: Neugestaltung einer PflanzInsel mit Laub, Erde, Pflanzen, Holz

Problem: Radikale Laubentfernung in den GrünAnlagen

Wie lassen sich Graffiti am roten SandStein im TiefGarten in der Eschenheimer Anlage eventuell reduzieren oder sogar verhindern?


Gestaltung einer PflanzInsel auf Laub

Heute raschle ich wieder im HerbstLaub. Ein Haufen braunes Laub liegt locker da, angesammelt vor einem quer liegenden Stamm. Es ist einer von vielen beim NaturfreundeHaus von einem Baum, der nicht mehr standhielt, abstarb, gefällt und in Stücke zerlegt wurde.

Mit dem LaubBerg entsteht eine Insel in dem WaldGelände, die Humus bildet und nach und nach begrünt wird. Ich schütte mehrere Haufen Erde zwischen das Laub, um den fruchtbaren Prozeß zu beschleunigen und um erdige PflanzInseln zu schaffen. Es ist eine schattige Insel. Es gedeihen nur SchattenPflanzen wie Immergrün, Gras, Silberblatt, Farn, Efeu, die ich anfangs setze, weil sie auf dem Gelände bereits vorhanden sind. Sie werden einfach vom bisherigen Standort versetzt. Oder ich nehme PflanzenTeile vom bisherigen Ort.

Moosige Holzstücke werden dekorativ inmitten die LaubInsel gelegt. Ein paar grünbenadelte Zweige der frisch gefällten Kiefer schmücken ebenfalls und schützen das lockere Laub vor dem Wegfliegen. Pilze werden sich von selbst einstellen. Auf dem Gelände gibt es eine Vielzahl von interessanten BaumPilzen. Gerade auch im Herbst und Winter sind sie kreative FotoMotive.

Welche Sträucher könnten auf der PflanzInsel hinzukommen? Sie müssen im Schatten gedeihen. Wo kann ich sie kostenlos bekommen? Denn das ist Ehrensache: Recycling von weggeworfenen Pflanzen oder SelbstVermehrung ist angesagt. Reichlich GinkgoSamen, die ich in der Bockenheimer Anlage gesammelt habe, streue ich an mehreren Stellen aus und bedecke sie mit Humus. Ob die Samen im Frühjahr keimen? Natur macht neugierig.

LaubGespräch in den WallAnlagen

Vier StadtGärtner waren kürzlich in der Eschenheimer Anlage im Tiefgarten mit der Entfernung von Laub zugange. Ich fragte die Gärtnerin: „Warum entfernen Sie das Laub der KletterHortensie? Es zerfällt doch bis zum Frühjahr und bietet im Winter Boden- und Tierschutz.“

Ihre Antwort: „Wir entfernen das KastanienLaub wegen der MinierMotte, das sich mit dem Laub der KletterHortensie hier vermischt.“ Das verstand ich gut.

Ein Gärtner, vielleicht der GruppenFührer, kam dazu. Ich fragte ihn: „Hier zwischen den Stauden liegt kein KastanienLaub. Warum entfernen Sie das AhornLaub?“ Er antwortete, daß sich das Laub im Winter nicht so sehr zersetze. Im Frühjahr, wo sowieso sehr viel Arbeit anfalle, müßte, wenn man es liegen ließe, dann verklumptes Laub zwischen den Stauden zeitaufwendig mit dem Rechen entfernt werden, statt wie jetzt im Herbst schnell mit dem LaubGebläse. Sein Gebläse war sogar leise. Gut für ihn und für die Umwelt. Die Körbe mit dem Laub wurden von zwei weiteren Personen zum KleinLaster des Grünflächenamtes getragen. Wo das Laub kompostiert wird, vergaß ich zu fragen. Da der Fuhrpark an der BorsigAllee stationiert sei, wolle man auch häufige Fuhren einsparen, wurde mir noch mitgeteilt. Eine Bemerkung des Gärtners war auch, daß sie die FachLeute seien. Das kommt bei mir schlecht an. Meine Erwiderung war, daß das Grünflächenamt eine schlechte Informationspolitik habe und daß ich mich sehr freuen würde, daß er mir sehr kompetent Auskunft gibt. Ich verschwieg nicht, daß ich neun Jahre als Stadtverordnete mich auch um die Grün- und Baumpflege sachkundig bemüht hatte und einen eigenen BioGarten hätte.

Ich meinte schließlich: „Das Laub wird also aus arbeitsökonomischen Gründen im Herbst entfernt, nicht weil es ökologisch sinnvoll wäre.“ Er bestätigte das und erklärte, daß der TiefGarten am Eschenheimer Tor so wie das Nizza ein Sonderfall wären. Was ich nicht bestätigen konnte. Ich machte ihn darauf aufmerksam, daß gerade eine Firma in der Bockenheimer Anlage das HerbstLaub radikal aus den Büschen entferne. Ökologische Kompetenz vermisse ich bitter.

Ärgernis Graffiti an den SandSteinMauern im TiefGarten Eschenheimer Anlage

Zum Schluß erzählte ich dem Gärtner, daß wir uns in einer Gruppe Gedanken machen, die im derzeit laufenden Projekt Stadtlabor Unterwegs – WallAnlagen sich zusammengefunden hat, wie die von Graffiti verschmierten Wände auf Dauer begrünt werden könnten. Er schlug KletterHortensien vor. Rosen seien zu pflegeaufwendig.

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