Frankfurt sei Stadt der Bäume 2014 behaupten Lobbyisten (EAC*)

Pappel gesund Fällung 9.1.2013

Frankfurt Stadt der Bäume? Das Foto zeigt was anderes. Vor einem Jahr, am 9. Januar 2013, wurde unter großem Protest der Bürgerinitiative Contra Quartiersgarage Glauburg die sehr gesunde Pappel gefällt. Weitere 16 gesunde Bäume, teils über 100 Jahre alt, fielen für den QuartiersGaragenWahn im Nordend.

„Investoren in ihrem Lauf, halten weder Bäume noch Proteste auf“, sagt meine beste Freundin, wenn wieder mal, und das passiert ständig, in Frankfurt für Baustellen aller Art gesunde Bäume fallen. Und anschließend können in den zubetonierten Baugruben nur noch Bonsais gesetzt werden. Mit ständiger künstlicher Bewässerung. „Kahlschlag-Cunitz“ (Cunitz ist grüner Planungsdezernent und Bürgermeister in der schwarz-grünen Koalition) schallt es nicht zu unrecht.

Als die Tagespresse kürzlich meldete: „Frankfurt wird Europäische Stadt der Bäume 2014“, war die Reaktion von Mitgliedern der BI Grüneburgpark sofort: „Das ist eine Lachnummer!“

Denn ernst nehmen kann diese Lobbyisten-Ideologie niemand, der oder die sich in Frankfurt für jeden Baum einsetzt. Massenweise fallen gesunde Bäume in der Stadt. Ich berichte hier im blog regelmäßig darüber.

Zwar haben wir aktiven Bürgerinnen und Bürger für den Grüneburgpark die Revolution geschafft, daß kein gesunder Baum gefällt wird und nicht der seit Jahren übliche Kahlschlag in den Parkanlagen erfolgt. Doch noch werden nicht genügend Höhlenbäume erhalten, nicht genügend Totholz in abgeschiedeneren Parkregionen für Flora und Fauna zur Verfügung gestellt. Um jeden Baum muß gerungen werden. Baumfachleute wollen an und mit Bäumen Geld verdienen. Sie kümmern sich nicht insgesamt um bessere Umweltfaktoren für Bäume aller Art. Sie protestieren nicht, wenn gesunde Bäume gefällt werden, sondern setzen die Kettensäge an, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Wir werden den Juni 2014, wo der Preis der Lobby der Baumfachleute in Frankfurt offiziell übergeben wird, herankommen lassen. Versprochen wird der Öffentlichkeit, was seit Jahren nicht möglich schien: Baumspaziergänge, Veröffentlichung der Baumkataster, bessere Höhlenbaumkartierung.

Die BI Grüneburgpark arbeitet seit 24.9.2012 mit dem Baumkataster des GrüneburgParks und stellt fest, wie unvollständig die Bäume erfaßt sind. Das Höhlenbaumkataster ist noch sorgloser und unvollständiger, wirklich kein Vorzeigemodell. Nur dumm für die Fachleute im Grünflächenamt, daß wir es gemerkt haben. Ist Besserung in Sicht? Jedenfalls deckt ein Lobbyisten-Preis mehr zu als auf. Doch lautstarke Forderungen sollten von uns daran geknüpft werden. Das Schlamassel einer falschen BaumPolitik darf nicht weiter fortgesetzt werden.

Mehr auf frankfurt.de hier

* EAC = European Arboricultural Council

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