Die Gier der Investoren – Kostbare Grünflächen sollen für teures Wohnen vernichtet werden

Eschersheim – Magistratsvorlage M 15/2014-Bebauungsplan Nr. 902 – Radikale Eingriffe in den Grüngürtel, Zone 1 vorgesehen

Zustimmung wäre ein Skandal – Zerstörung der Grünen Lunge und vieler Bäume

„Frankfurt Stadt der verschwundenen Bäume“ nicht „Europäische Stadt der Bäume 2014“

Der Bebauungsplan B Nr. 902 für Eschersheim nordöstlich der Anne-Frank-Siedlung sieht vor, daß viele vorhandene Acker- und Baumflächen vernichtet werden. Viele Bäume stehen dort, ein BaumHain ist in den letzten Jahren gewachsen. Es handelt sich um sehr fruchtbaren Lehmboden. Diese GrünZonen werden als wohnortnahe Erholungsflächen intensiv genutzt.

Persönlich bin ich insofern betroffen, daß unmittelbar an der Grenze große Kleingarten-Anlagen, meist auf städtischem Grund, liegen, darunter mein BioGarten. Ich muß befürchten, daß das letzte Grün dort entlang der A 661 über kurz oder lang zu Beton wird.

Daß ein Teil des Planungsvorhabens im Grüngürtel liegt, schert weder die Grünen noch die CDU. Olaf Cunitz ist grüner Planungsdezernent und Bürgermeister! So heißt es in der M 15 /2014:
„Ein 30 m-Streifen nördlich der Straße „Am Gabelacker“ ist derzeit nicht im Regionalen Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche dargestellt. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens ist zu prüfen, ob eine Änderung des RegFNP erforderlich wird.
Zudem liegt der 30 m-Streifen im Landschaftsschutzgebiet „GrünGürtel und Grünzüge in der Stadt Frankfurt am Main“, Zone 1. (Hervorhebung d.Verf.)“

Und: „Das Plangebiet ist derzeit durch Gartenbaubetriebe, Ausgleichsflächen und Landwirtschaftliche Flächen genutzt. Die Gartenbaubetriebe wollen schließen beziehungsweise müssen verlagert werden. Für den Eingriff in die landwirtschaftlichen Flächen und die Ausgleichsflächen ist Ersatz zu beschaffen.
Für den hier geplanten Eingriff in Natur und Landschaft sind im städtebaulichen Entwurf Vorschläge zur Eingriffsminimierung zu erarbeiten und darüber hinaus Ausgleichsflächen nachzuweisen.
Einige landwirtschaftlich genutzte Parzellen sind im Eigentum der Stadt Frankfurt, wodurch sich eine notwendige Bodenordnung vereinfachen dürfte.“

Akte M 15 / 2014 in parlis
Mit Datum 17.1.2014 befindet sich in parlis ein ganzes Bündel weiterer B-Pläne.

Ich habe meine Freunde im Naturschutzbeirat auf diesen Frevel aufmerksam gemacht. „Eingriffe in den Grüngürtel geht gar nicht“, wurde eindeutig geantwortet. Doch öffentlicher Rabatz ist notwendig.

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