Umweltdezernat kalkuliert mit Vernichtung von 180 grossen, gesunden Bäumen auf dem Campus Bockenheim

„BAUM AB – NEIN DANKE!
Auf dem Campus wird es durch verdichtetes Bauen noch weniger Bäume als bisher geben!

Frankfurt – Stadt der BaumVernichtung!

Der Schutz gesunder StadtBäume sollte das Ziel der schwarz-grünen Stadtregierung sein. Doch in den Planungsunterlagen zum Campus Bockenheim steht es eindeutig: Nur 120 Bäume werden erhalten, alle anderen – von insgesamt ca. 300 Bäumen – verschwinden in den Baugruben. Die dann fehlenden 180 Bäume sollen teilweise in KleinFormat nachgepflanzt werden. Doch eine Umweltbeeinträchtigung wird durch das Fällen großkroniger Bäume für akzeptabel gehalten. Wie war die Aussage der Umweltdezernentin: „Es werden keine gesunden Bäume gefällt.“ Die Aussage gilt zwar für den Grüneburgpark, muß aber erst recht für ein zu entwickelndes Mischgebiet mitten in der Stadt, dazu zählen Westend und Bockenheim – gelten.

Es heißt in der Magistratsvorlage M 224 vom 22.11.2013 zum Bebauungsplan Nr. 569 – Senckenberganlage/Bockenheimer Warte wörtlich:

„Von den circa 300 vorhandenen Bäumen werden circa 120 als zu erhaltend festgesetzt. Die anderen Bäume können gegebenenfalls in Folge der Umstrukturierungen im Gebiet entfallen. Neben verschiedenen Abriss- und Neubaumaßnahmen im Plangebiet ist hier auch das Gelände des Senckenbergmuseum durch Sanierungs-, Umbau- und Neubaumaßnahmen betroffen. Bei Umsetzung der getroffenen Festsetzungen wird die Anzahl der Bäume in Planungsgebiet allerdings insgesamt wieder auf mindestens 300 steigen. Das heute durch Bäume vorhandene Grünvolumen wird sich allerdings erst langfristig wieder entwickeln können.“

Zur desaströsen GrünPlanung, dem mangelnden Baum- und VogelSchutz finden sich noch mehr Belege im B 569.

120 Personen bei der Anhörung

In der gestrigen Öffentlichen Anhörung des Ortsbeirats 2 zum B 569 im StudierendenHaus, in das rund 120 Personen gekommen waren, wurden viele kritische Töne laut. Eine städtische Planerin sagte abwiegelnd in Bezug auf den riesigen, vorgesehenen BaumVerlust: „Einige ältere Bäume müssen entfallen.“ Die Anzahl von 180 Bäumen nannte sie nicht.

Offensichtlich wurden noch nicht mal alle Bäume des Planungsgebietes gezählt, sonst würde nicht von ca. 300 Bäumen die Rede sein. Jeder einzelne Baum muß in einem Kataster erfaßt werden. Ist das geschehen oder nicht?

Die drei anwesenden städtischen PlanerInnen verwiesen im Prinzip bei allen weiteren Wünschen und Überlegungen, daß diese nicht im BebauungsPlan geregelt werden. Sondern dafür wäre ein zusätzlichen städtebaulicher Rahmenvertrag notwendig. Der wird zwischen Stadt und Eigentümer (hier also die stadteigenen ABG Holding) geschlossen und ist der Öffentlichkeit verschlossen.

CAMPUS FÜR ALLE!
Vorher fand ab 17 Uhr eine Demo „Campus für alle!“ statt, bei der mehr sozialer Wohnungsbau, das Philosophicum für Wohngruppen (und nicht für Investoren-Gelüste), mehr Maßnahmen für den Klimaschutz und mehr soziale Einrichtungen gefordert wurden.

M 244/ 2013 in parlis

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