JP Morgan Lauf am 11.6.2014 – Warum wird dazu in den Grüneburgpark eingeladen?

Seit Sommer letzten Jahres gibt die Umweltdezernentin Rosemarie Heilig bekannt, daß der JP Morgan Lauf 2014 nicht mehr im Grüneburgpark mit seiner Fete stattfinden wird. Im Grüneburgpark, einem Landschaftsschutzgebiet, ist der umfassende Schutz der Wiesenflächen, Wege, Bäume sowie der Tierwelt angesagt. Großveranstaltungen wie der JP Morgan Lauf mit seinen großen Zerstörungen sind fehl am Platz.

Das ist auch die Auffassung der Bürgerinitiative Grüneburgpark, die sich seit 2012 für einen ökologischen Umgang mit dem Park einsetzt.

Doch was wird im Internet verbreitet? Daß zur After-Run-Party – wie in den letzten Jahren – gezielt in den Grüneburgpark eingeladen wird. Der Park wird ein wiederholtes Mal nicht verschont.

„Die Zeltstadt im Grünburgpark bietet neben der Läuferbetreuung mit Umkleiden und Info Zelten auch ein buntes Rahmenprogramm mit DJ und vielen Attraktionen wie Massage und einer Siegerehrung der besten Läufer/innen. Gefeiert wird von 17:00 bis 0:00 Uhr durchgängig.“ Zitat siehe Link

Was ist das Wort einer Politikerin wert? Wie lautet die Entscheidung des Frankfurter Magistrats? Wird rumgeeiert, um sich nicht entscheiden zu müssen? Wird die Bevölkerung von CDU und Grünen belogen?

Nachtrag am 7.6.2014

Am Mittwoch dieser Woche steckte ein Faltblatt der Organisation des J.P.Morgan Corporate Challenge Laufs am 11.6.2014 mit Informationen zum Streckenverlauf, zu den Straßensperrungen und zu den Festmeilen, PartyPoints genannt, in den Briefkästen. Wie kürzlich bekannt gegeben, ist die Zeppelin-Allee eine solche neu vereinbarte Festmeile, anstelle des Grüneburgparks. Der Grüneburgpark wird also verschont. Der Südteil ist sowieso mit BauZaun eine problematische Kulisse. Interessant war, daß es dem verantwortlichen schwarz-grünen Magistrat sichtlich schwer fiel, den Organisatoren den Grüneburgpark endgültig zu verweigern. Doch in einer Pressenotiz las ich, daß sie für 2015 wieder mit dem Grüneburgpark spekulieren. Es gibt keine endgültige Schonung durch CDU und Grüne, sondern immer ein Vielleicht.

Die zwei anderen „PartyPoints“ sind in den Wallanlagen. Betroffen sind Taunusanlage, Bockenheimer Anlage und Eschenheimer Anlage. Wie kann das sein, wenn in dieser Zeit das Projekt Stadtlabor Wallanlagen mit seinen Ausstellungsbeiträgen dort stattfindet?

Das zeigt die politische Schwäche von CDU und Grünen, daß der innere Grüngürtel um die Innenstadt nicht von MammutVeranstaltungen mit all den negativen Begleiterscheinungen verschont wird. Drei Tage sind die Belastungen mit Aufbau und Abbau und LKW-Verkehr in der denkmalgeschützten Grünanlage. Das verstehe ich nicht. Es gibt asphaltierten Straßenraum genug für solche großen Festlichkeiten. Hier läuft grundsätzlich etwas falsch und entgegen dem Schutz von Parks und Grünanlagen. Denkmalgeschützte Parks werden kommerzialisiert und privat vereinnahmt. Außerdem dürfen die AnwohnerInnen wieder den Lärm bis Mitternacht ertragen.

Es werden 71735 Läuferinnen und Läufer erwartet. Es ist ohne Zweifel ein kommerzielles SportEreignis. J.P.Morgan ist eine Bank des spekulativen Geldes.

Nachbemerkung: Noch immer lädt Xing in den Grüneburgpark ein.

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