Wird der Radverkehr wirklich schnell und gut gefördert?

Knackpunkte: Wallanlagen, Eschersheimer Landstrasse, Reuterweg
Gerade habe ich an die FR eine mail* geschickt, weil sie eine Serie zum Radverkehr macht und zur Bürgerbeteiligung auffordert. Mein Credo ist: Der Radverkehr gehört auf die Straße.

Denn dort können wir schnell fahren, ohne FußgängerInnen zu behindern.

Doch immer noch hängt das grüne Verkehrsdezernat an der Devise, den Autoverkehr auf Hauptstraßen nicht zu beengen. Ich frage immer wieder nach einem Fahrrad-Schutzstreifen entlang der Wallanlagen, dem inneren Grüngürtel um die Innenstadt. Ich fordere dazu auf, die Gehweg-/Radwege auf dem Reuterweg abzuschaffen und Schutzstreifen am Straßenrand anzulegen. Ich finde, daß es endgültig an der Zeit ist, den östlichen Gehweg-/Radweg der Eschersheimer Landstraße ab Metropolis stadtauswärts aufzulösen und stattdessen einen Schutzstreifen am Straßenrand anzulegen.

Heute habe ich die Veröffentlichung auf frankfurt.de zum Radverkehr gelesen. Dann schaute ich mir den Netzplan an, der als PDF-Datei veröffentlicht wird. Selbst bei 400% Vergrößerung finde ich keine Straßenangaben darauf. Der Zeichnung nach wird der massive Radverkehr weiterhin in den Wallanlagen geführt. Das ist kein Fortschritt!

* meine mail an die FR im Wortlaut:
Guten Tag, – gern zur Veröffentlichung – im Rahmen der Serie zum Radverkehr 2014

ich gehöre auch zu denjenigen, die eine ganze Anzahl Probleme beim Alltagsradeln in der Frankfurter Innenstadt, wo ich wohne (Westend), der Meldeplattform Radverkehr von Anfang an bis heute zur Verfügung stelle, damit der Radverkehr viel besser gefördert wird als bisher.

Als Stadtverordnete von 2002 bis 2011 und gleichzeitig ADFC-Mitglied habe ich auch einige Anträge und Anfragen gestartet.

1. An den Wallanlagen Fahrrad-Schutzstreifen auf der Straße anlegen – evtl. gegenläufig
Ich lege großen Wert darauf, daß der innere Anlagenring einen Schutzstreifen für Radverkehr am Straßenrand bekommt. Da braucht im ersten Schritt keine einzige Ampel umprogrammiert werden. Es sei denn: Der Schutzstreifen wird ein ZweiRichtungs-Radweg. Doch darüber wird geschwiegen. Dabei wäre es wichtig, daß im Rahmen des Stadtlabor Wallanlagen 2014 zur Förderung des Radverkehrs mal Tacheles geredet wird, wie der Radverkehr auf der Straße sicher abgewickelt wird. Jetzt funktioniert der Radverkehr in den Wallanlagen völlig zu Lasten der Fußgänger, der Spaziergänger. Das ist kein zukunftsweisendes Konzept.

Es heißt, daß rund 1000 Eingaben der Meldeplattform noch nicht abgearbeitet seien, sie also im Straßenverkehrsamt keine Priorität haben. Manche meiner Eingaben haben sofort zu einer Verbesserung geführt, was mich immer gefreut hat.

2. und 3. Doch zwei weitere Hauptstraßen, die nicht radgerecht sind, will ich hier benennen:

Der östliche Gehweg-/Radweg der Eschersheimer Landstraße sollte ab Metropolis stadtauswärts als Schutzstreifen am Straßenrand angelegt werden. Jetzt kommen sich Fußgänger/innen und Radfahrer/innen regelmäßig konfliktreich in den Weg, vor allem an den Kreuzungen.

Die beiden Gehweg-/Radwege des Reuterwegs sollten als Schutzstreifen an den Straßenrand gelegt werden. Denn der Fußverkehr muß gefördert und geschützt werden – gerade auch vor dem Radverkehr.

Das schreibe ich regelmäßig an alle, die in der Stadt vorgeben, den Radverkehr zu fördern – doch ohne Erfolg. Obwohl ich auf beigefügten Fotos die großen Konflikte zeige.

Mein Motto ist: Der Radverkehr gehört auf die Straße.

Mit freundlichen Grüßen
Gisela Becker

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