MännerDüfte

Männer-Vortragsreihe im Palmengarten zu Duft, Natur, Kultur

Ein Faltblatt liegt im Palmengarten aus. GartenRheinMain steht drauf. KRÄUTER KUREN & KULTUREN steht ebenfalls drauf. GESUNDHEIT DUFT NATUR KULTUR ebenfalls. Eine Collage aus grünen Blättern, wie ein Schmetterling gestaltet, ist Blickfang. Könnte ja was sein mit der Vortragsreihe. Frank, Hanns, Gernot, Volkmar, Jürgen, Alexander geben sich die Ehre.
Teils sind sie Profs, teils Menschen, teils Doktoren. Sie reisen an. Aus Bad Nauheim, Osnabrück, Stuttgart, Innsbruck, Weimar, Bochum. Eine honorige Männergesellschaft. Sie werden aus ihrer Männersicht sprechen, wo es bei der Garten- und LandschaftsArchitektur des Patriarchats lang gehen soll. Oder in der Vergangenheit lang ging. Der männliche Blick auf den medizinischen Wert von Pflanzen wird auch einen Abend lang gewagt.

Die männliche Gesellschaft ist ein GenderProblem. Sie versteht es, in ihren Zirkeln unter sich zu bleiben. Sie reichen sich weiter. Sie empfehlen sich. Sie verfügen über das Geld für Veranstaltungsräume (z.B. im Palmensaal), Reisen und Honorare.

Der Ortsbeirat 2 dagegen – ein gewähltes Gremium – tagte noch nicht im Palmensaal. Er steht auf dem Standpunkt, daß er dafür nicht das notwendige Geld habe. Die von Bürgerinnen und Bürgern gewünschte Anhörung zum Palmengarten wurde von ihm nicht durchgeführt.

Die VortragsMänner haben unendlich viel Zeit für ihre lebenslange Karriere, weil die Familie ihnen von Frauen abgenommen wird. Ihr Einfluß in der ökonomischen Welt der künstlichen NaturWelten wirkt auf die Weise ungebremst, ungehindert fort.

Es sind Vorträge. Es sind keine Diskussionsveranstaltungen mit mehreren Personen mit gegensätzlichen Standpunkten. Es entsteht keine Kontroverse, nicht die Spur demokratischer, innovativer Auseinandersetzung zur Gesundheit aller Bevölkerungsschichten in einer ökologischen Umwelt.

Es gibt genügend Leute, die gern Vorträge dieser Art oder anderer Art hören. Sie saugen fremdes Gedankengut auf. Sie haben beim Vortrag keine Gelegenheit, sich darüber kritisch zu äußern oder darüber intensiv nachzudenken. Zum Schluß sind manchmal Fragen erlaubt. Eine Diskussion wird methodisch schnell unterbunden.

Es kann als Ergebnis des Abends von ZuhörerInnen dann gesagt werden: „Es war sehr interessant, was Prof. Dr. X sagte.“ Kritischere können sagen: „Leider ging er gar nicht auf die Verhältnisse und Konflikte in Frankfurt ein.“

Es handelt sich um ein wesentliches akademisches MännerProblem.

Frauen haben nichts zu sagen.

Die FrauenBewegung liegt Jahre zurück, ist nicht mehr lebendig, ist Vergangenheit.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s