Darf an Bäumen im Grüneburgpark rumgesägt werden?

Am OsterSonntag 2014 stellte ich an der RotBuche Nr. 786 frische Beschädigungen fest, siehe Foto. Die vier Einschnitte könnten von einer Säge stammen. Es handelt sich um Vandalismus. Die Buche steht im Süden des Parks auf der Nordseite der Gärten des Grüneburgwegs. RotBuche Nr. 786 Grüneburgpark

Diese 140jährige RotBuche mit einer riesigen Krone, 23 Meter Höhe und 3,40 Meter Stammumfang wurde im Sommer 2013 von zwei Jugendlichen durch Böller, die in die große Baumhöhle gelegt wurden, in Brand gesteckt, erzählte mir ein Anwohner. Die Feuerwehr löschte, mußte dafür leider ein großes Loch in den Stamm oberhalb des glimmenden Brandherdes schneiden. Daraufhin wurde aus Verkehrssicherheitsgründen seitens der Verantwortlichen entschieden, die Krone zu kappen.

Der Stamm sollte als wertvoller Höhlenbaum erhalten bleiben. Er steht im Süden abseits von Wegen. Eigentlich kennen diesen Baum nur AnwohnerInnen gut, die dort aus den Gärten in den Grüneburgpark gehen.

Ich lernte diese RotBuche im Winter 2012/2013 kennen, als ich mit einer Kollegin der BI Grüneburgpark die Liste der Höhlenbäume abarbeitete. Wir besuchten jeden Baum und schauten nach registrierten und nicht registrierten Höhlen. Amtlich nicht registrierte Höhlen (Löcher, Spalten, Astabrisse etc.) gibt es viele.

Über den Brand 2013 berichtete ich hier.

Die aktuellen Schnittverletzungen an dem BaumStamm meldete ich inzwischen weiter, um weitere Schäden zu verhindern.

Vor allem war der verletzte Baum ein aktuelles Thema in den Ostergesprächen im Grüneburgpark, die ich am neuen InformationsKasten am Eingang Grüneburpark führte. Erst kam eine Familie, die in Nordrhein-Westfalen lebt. Der Mann war bis vor 30 Jahren Frankfurter. Dann kam eine Besucherin aus Niederrad. Dann eine Frau, die auf der Freßgaß wohnt. Dann kamen zwei Radfahrer. Sie fragten nach den Baumaßnahmen im Grüneburgpark. Die zwei Frauen waren so interessiert an dem verletzten Baum, daß wir einen Spaziergang dorthin machten. Dort kam uns ein Anwohner des Grüneburgwegs entgegen.

Ich fragte ihn, ob er die Verletzungen an der Buche gesehen habe. Ja, hatte er. Ich meinte, daß solche Beschädigungen an dem wertvollen Höhlenbaum nicht sein dürften. Wieso, fragte er.

Ich bot ihm an, die Informationen über Bäume der BürgerInitiative Grüneburgpark zur Verfügung zu stellen und gab ihm meine KontaktAdresse. In dem Gespräch wurde deutlich, wie wenig Kenntnisse über Bäume und Höhlenbäume vorhanden war. Wie kann diese Lücke von Seiten des Umweltdezernats geschlossen werden? Darüber denke ich nach.

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