Auf der Spur der Ulmen in Frankfurt

GRÜNEBURGPARK
Ulme ohne Nr

Ulme oNr Samen

Erste FundStelle. „Da steht ja eine Ulme“, stelle ich bei meinem Rundgang durch den Park zu Ostern fest. Die Ulme steht am Südrand des ehemaligen Teichs. Wie alt mag sie sein? Welche Ulmen-Art ist es? Sie hat eine sehr borkige Rinde. Erkennungsmerkmal von weitem sind die Samenstände. Aus der Nähe sind es die asymmetrischen Blätter. Die Blätter sind noch klein. Während Hainbuchen, die ein wenig zur Verwechslung mit Ulmen beitragen könnten, mit ihrem zarten FrühlingsLaub aber schon viel weiter sind. Die Ulme trägt keine Nummer. Ich finde sie nicht im Baumkataster und nicht im Baumplan des Grüneburgparks.

Zweite FundStelle. Im Baumkataster finde ich in der Nähe eine FlatterUlme (Ulmus laevis) mit der Nr. 1626, die mir im Park bisher nicht aufgefallen ist. Nach längerer Suche finde ich eine hagere, hochaufragende Ulme, nicht ganz an der Stelle wie im BaumPlan eingezeichnet und nur 39 cm dick, während im Kataster vom Jahr 2012 44 cm StammUmfang angegegen wurden. Die Krone soll bei der Ulme Nr. 1626 6 m Durchmesser haben. Das könnte hinkommen.

Dritte FundStelle. Nördlich der griechisch-orthodoxen Kirche belaubt sich gerade UlmenGebüsch. Es sind bereits dicke Stämme dabei. Handelt es sich um Nachwuchs aus einem abgeholzten Baum? Nach der BaumScheibe werde ich im Winter schauen.

Ulme Nr 670 GrüneburgparkVierte FundStelle. Am asphaltierten Weg auf der Ostseite entlang dem UniCampus Westend entdecke ich weitere Ulmen. Zwei Bäume, Nr. 669 und 670, sind sehr dick. Samenstände erkenne ich an den beiden hohen Bäumen keine. Die Nummerierung entspricht nicht dem Baumkataster, das der BI Grüneburgpark übergeben wurde. Die beiden Ulmen sind nicht erfaßt. In dem waldähnlichen Streifen ist weiterer junger Aufwuchs. Ob aus WurzelSchösslingen oder Samen kann ich nicht erschließen.

Ulmen am Parkcafé GrünebFünfte FundStelle. Südlich vom ParkCafé ist viel UlmenGebüsch, gut zu erkennen an den SamenStänden, siehe Foto rechts.

Sechste FundStelle. Hierbei handelt es sich um das UlmenGebüsch mit bereits sehr hohen Stämmen östlich vom sonnigen Sandspielplatz nahe dem Eingang August-Siebert-Straße. Dort sind sechs Baumscheiben von gefällten Bäumen, vielleicht waren das alles Ulmen? Diese FundStelle habe ich hier im blog schon beschrieben, denn sie wurde uns von der BI Grüneburgpark gezeigt. So lernten wir die Ulmen im Grüneburgpark überhaupt kennen! Bericht hier

Siebte FundStelle. Ulmus laevis. FlatterUlme. Das ist der 2013 nachgepepflanzte Baum Nr. 705 auf der Wiese im Südosten. Genau dort war die alte, dicke Ulme abgestorben und 2012 gefällt worden. Ob eine Nachpflanzung der selben BaumArt am selben Ort gut geht, wage ich zu bezweifeln.

Resümée: Es gibt erstaunlich viele Ulmen im Park. Die botanische Bezeichnung fehlt. In der Literatur heißt es, daß die FeldUlme dazu neigt, sich über WurzelAustriebe zu verbreiten.

Vom Umweltdezernat habe ich eine aktuelle, vollständige Liste der Ulmen im Grüneburgpark erbeten, um einen Ulmen-Spaziergang anbieten zu können. Haben Sie daran Interesse?

Baumschilder fehlen
Die BI Grüneburgpark hat die Beschilderung der Bäume im Park vom Umweltdezernat zugesagt bekommen. Warum wurde nicht längst mit der Anbringung der Schilder begonnen? Die Ulmen waren auf unserer VorschlagsListe.

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