Wieder unzählige Baumfällungen – Was ist mit Baumpflanzungen auf den Friedhöfen?

Die aktuelle Meldung auf www.frankfurt.de lautet im Wortlaut:

„13.05.2014 Baumfällarbeiten auf dem Hauptfriedhof und dem Friedhof Bockenheim
(pia) Auf dem Hauptfriedhof sowie dem Friedhof Bockenheim müssen in den kommenden Tagen und Wochen mehrere Bäume gefällt werden. Die Bäume sind entweder abgestorben oder weisen erhebliche Mängel, zum Beispiel Fäulungen und Morschungen, auf. Sie sind deshalb nicht mehr standsicher.“

Fühlen Sie sich mit dieser kurzen Nachricht gut zu Bäumen in Frankfurt informiert?

  • Reicht diese Kurzmeldung im Rahmen der Auszeichnung „Frankfurt – Europäische Stadt der Bäume 2014“  für Sie aus?
  • Wissen Sie jetzt die Anzahl der zu fällenden Bäume?
  • Erkennen Sie an der Meldung, wieviele Bäume nachgepflanzt werden?
  • Weshalb wurden die Fällungen nicht außerhalb der  Vogelschutzzeit  (vor 1.3. und nach 30.9. eines Jahres) eingeplant?
  • Werden für die Ökologie wichtige  Bäume mit Baumhöhlen besonders geschützt?
  • Welche Baumarten betrifft es?
  • Welche Krankheiten oder Pilze sind die Schadensverursacher?
  • Gibt es in den Friedhöfen genauere Informationen zu den Baumpflanzungen und Baumfällungen in einem Informationskasten an den Eingängen?

Es sind – wie so häufig – Fragen zu Bäumen in Frankfurt, die nicht oder nicht ausreichend  beantwortet werden.

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2 Antworten zu “Wieder unzählige Baumfällungen – Was ist mit Baumpflanzungen auf den Friedhöfen?

  1. Die dürre Meldung der Stadt Frankfurt, dass auf dem Hauptfriedhof „in den kommenden Tagen und Wochen mehrere Bäume gefällt werden müssen“, ist eine Zwecklüge. Tatsache ist, dass im Gewann G des Hauptfriedhofs schon vor Monaten großzügig und ohne Sinn und Verstand abgeholzt worden ist, so dass überall ein Meter hohe Baumstümpfe rumstehen, die nicht so aussehen, als seien die Bäume „entweder abgestorben“ oder morsch oder verfault gewesen.

    Eine Freundin von mir hatte die Grabstätte für ihren Gefährten sorgfältig ausgesucht und musste im Februar entsetzt feststellen, dass die üppige (gesunde) Eibe hinter dem Grabstein und zwei weitere (ebenso gesunde) Bäume daneben verschwunden waren, so dass nur noch ein verwahrlostes Stück Land übriggeblieben ist. Sie telefonierte von Pontius zu Pilatus und hat am Schluss die indirekte Bestätigung bekommen, dass die Abholzung schon Bestandteil des städtischen Konzepts „Vision Friedhof 2020“ ist, über das angeblich erst Anfang nächsten Jahres entschieden werden soll.

    Welche „Vision“ der von der Stadt beauftragte Landschaftsarchitekt Martin Venne vom Friedhof der Zukunft hat, kann man hier bestaunen:

    http://www.planrat.de/friedhofs-planung.html

    Wir Bürger sollten von der Stadt auch Auskunft darüber verlangen, wo im Grüneburgpark die jetzt 4,2 Millionen verbuddelt werden und warum die Grüneburgpark-Sanierung in zwei Jahren 1,3 Millionen teurer geworden ist. Und wieviel davon der Zürcher Landschaftsarchitekt Guido Hager als Entschädigung für einen entgangenen unsinnigen Auftrag bekommt.

    • Vielen Dank, Frau Zabka, daß Sie diese wichtigen, kritischen Informationen geben! Von der „Vision Friedhof 2020“ wußte ich bis dato nichts. Alle Frauen mit dem Namen Gisela sollten sich zusammentun, um die Natur zu retten und immer wieder neue soziale Netzwerke zu schaffen! Beste Grüße, Gisela Becker.

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