Urban Gardening: HafenGarten in Offenbach voller Gemüse und Kuriositäten

HafenGarten Offenbach1

HafenGarten Offenbach2

HafenGarten Offenbach3

Ein Besuch im HafenGarten in Offenbach lohnt sich. Gemüse, Obst und Blumen wachsen aus den kuriosesten Behältnissen, mit Liebe, Kompost und Wasser gepflegt. Die ersten Tomaten sind reif. Johannisbeeren und Erdbeeren locken mit roten Früchten. Die RankGestelle für Bohnen und Gurken sind kunstvolle Produkte. Vieles ist recycelt und damit vor dem MüllSchredder gerettet. An dem HafenGarten zeigt sich die KunstStadt Offenbach.

Das Gelände voller Schotter (Barrieren) liegt nahe der Carl-Ulrich-Brücke an der Nordendstraße. Rechts und links sind die Fahrradrouten zwischen Offenbach und Frankfurt entlang dem Main. Die Buslinie 108 hält davor.

Programm und Imbiß wie bei dem Projekt Frankfurter Garten auf dem tristen Danziger Platz vor dem Ostbahnhof gibt es dort nicht.

Vor dem Offenbacher Rathaus wachsen Salat, Hopfen und Kräuter

essbare Stadt Offenbach
In den PflanzTrögen aus Beton am Rathaus gibt es die Anfänge der essbaren Stadt zu bewundern. Eifert Offenbach der essbaren Stadt Andernach nach?

Nachtrag zu meinem weiteren Besuch im Hafengarten am 8.8.2014, einem heißen Tag:

Unermüdlich schleppt ein weißhaariger, sportlicher, hagerer Fan des GartenProjekts Wasser in gelben und grünen Gießkannen zu den PflanzBehältnissen, egal, ob es seine eigenen sind oder die anderen. „Sonne und Wind trocknen hier alles binnen kurzer Zeit aus“, stöhnt er.“Außerdem mußten wir wegen der Karnickel alle Behältnisse hochstellen oder mit Zaun umgeben. Durch das Hochstellen trocknet alles auch von unten zu schnell aus.“ „Ich mache das kein nächstes Mal“, erklärt er, „es ist zu anstrengend ohne bequeme Bewässerung.“

Bei einigen sehr grünen Zonen liegt ein Wasserschlauch, der an die zentrale Wasserleitung im Eingangsbereich angeschlossen werden kann. Die Länge reicht nicht für die Bewässerung der hinteren Projekte.

Mit einer Frau komme ich ins Gespräch, die es sich in ihrem Idyll schattig gemacht hat. Sie ist von ideenreichen und vielseitigen Pflanzen umgeben, die dank der Wassergaben gut gedeihen. Viel Zeit verbringt sie dort. „Wie lange steht die Fläche noch zur Verfügung?“ frage ich sie. „Wenn die Bebauung hier am Hafen so weitergeht, kann vielleicht in einem Jahr Schluß sein.“

Im Eingangsbereich des Hafengartens waren die gesamte Zeit drei Männer mit Holz, Sägen und Schrauben zugange. Schließlich war ein Hochbeet auf Pfosten entstanden, das so stabil ist, daß es einige Belastungen und Stürme überstehen könnte. Es steht jetzt bei mehreren anderen Hochbeeten. Diese sind mit Chilis gut bepflanzt, die, von einem Foliendach geschützt, sichtlich gut gedeihen. „So viele Chilis. Was machen Sie damit?“ frage ich. Der eine Mann erzählt: „Die nehme ich alle zum Kochen. Ich koche gern thailändisch, also scharf. Ich mache eine Paste. Die Sorte dieses Jahr schmeckt viel besser als die vom letzten Jahr. In das neue Hochbeet kommen auch Chilis. Ich habe noch genug kleine Pflanzen.“ „Ich bin der Chili-Papst“, sagt er ganz stolz. „Das machen Sie bewundernswert“, lobe ich ihn und frage: „Was ist, wenn Sie hier weg müssen?“ „Dann mache ich das Garten-Projekt an anderer Stelle“, antwortet er.

Gisela Becker

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