Basel – Schwimmen im Rhein empfohlen

Basel  Autofreier Bahnhofsvorplatz

Basel Toilette in Parkanlage

RheinSchwimmen Basel

Beim Spaziergang durch Basel entdecke ich ein großes Schild, auf dem zum Schwimmen im Rhein an sicheren Uferstellen eingeladen wird. Ich bin davon fasziniert. Schwimmen im Rhein! Empfohlen wird das Schwimmen zwischen fünf Brücken, Einstieg bei der Schwarzwaldbrücke, spätester Ausstieg bei der Dreirosenbrücke. In der Broschüre „Ihr Basel. Herzlich willkommen. Culture unlimited.“ heißt es: „Begeben Sie sich ebenfalls ins kühle Nass …Nur wer selbst einmal diesem aussergewöhnlichen Freizeitvergnügen gefrönt hat, versteht, weshalb das Mittelmeer hier so nah erscheint.“ Wie wäre es wieder mit Schwimmen im Main in Frankfurt und Offenbach? Stattdessen wird seit einigen Jahren einzig und allein über ein Badeschiff durch Private nachgedacht.

BADESCHIFF – BADEKULTUR

Auch ein Badeschiff, wie in Berlin, Wien, Zürich und anderen Städten vorhanden, ist wichtig und interessant. Im Institut für Stadtgeschichte ist gerade eine sehr sehenswerte Ausstellung zur Badekultur in Frankfurt, bei der unter anderem auf die vielen historischen Badestellen im und auf dem Main hingewiesen wird. Die Trauer um den Verlust des Stadtbad Mitte, erbaut 1960 ans Hotel Hilton verloren 1980, wird in der Schau mit dem Aushängen der damaligen Protestplakate wieder lebendig.

Zurück zu Basel: An dem Tag im Juli ist es verregnet und kein Mensch im Wasser des Rheins zu sehen. Auf dem Wasser gleitet ein Mann rheinabwärts, der auf einem Surfbrett steht und mit einem Paddel die Richtung bestimmt.

Öffentliche Toilette

Was Frankfurt nicht fertig bringt – Basel hat es, siehe Foto. Es ist unglaublich, daß im Grüneburgpark trotz der Investition von unglaublichen 4,2 Millionen Euro vom Umwelt- und Gesundheitsderzernat eine Toilettenanlage rundweg abgelehnt wird! Ich bin empört. Die Stadtverordneten stehen nicht auf der Seite des Volkes, um die Forderung nach der Toilette durchzusetzen.

Weiterbummeln in Basel
Es ist ein Vergnügen, die Straßen mit den alten Gebäuden und vielen Geschäften entlangzubummeln, Sehenswürdigkeiten und neue Architektur zu entdecken. Kunst und Musik sowie die Universität bereichern das Kulturleben in dieser Grenzstadt, die viele nur kurz als Transitstadt mit Zug oder Auto wahrnehmen. So auch ich bisher. Der Stadtspaziergang hat sich gelohnt. Kurz vor 17 Uhr konnte ich sogar kostenlos zur Happy Hour ins Naturkundliche Museum zu den Dinosauriern und den Sammlungen. Um 17 Uhr schließt das Museum wie so viele andere auch. Zum Glück lag auf meiner Wegstrecke die Stadtbibliothek. Und siehe da: Sie schließt erst um 20 Uhr. Sie ist ein geruhsamer Leseort. So kann ich bis zur Abfahrt des Zugs um 20.13 Uhr dort eine Weile – ohne Regen – verbringen, Zeitungen studieren und ein Buch von Isabel Allende vom Flohmarkt für 1 Franken erwerben.

Bahnhof SBB
Das repräsentative Bahnhofsgebäude Basel SBB, dessen Fassade in den Jahren 1905 – 1907 im neobarocken Stil erbaut wurde, gewinnt dadurch sehr, daß der große Vorplatz dem Fußverkehr vorbehalten ist. Kein Autoverkehr rauscht vorbei. Das Blindenleitsystem ist überall vorhanden. Der Straßenbahnverkehr ist in den Vorplatz integriert. Das sollte für Frankfurt am Main beim geplanten Umbau des Bahnhofsvorplatzes ein mögliches Vorbild sein.

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