Odina-Bott-Platz mit Öffentlichem BücherSchrank

Öffentlicher BücherSchrank / In Sommerhitze gepflanzte Sträucher, Stauden und ein Baum / Ein Baum fehlt / Abgestorbene Kastanie am Straßenrand / Bänke in der knalligen Sonne

Heute zur Einweihung des Öffentlichen Bücherschrankes legen sich die GärtnerInnen der Firma mit den Pflanzungen ins Zeug, damit die BauZäune verschwinden und der Platz endlich wieder zur Verfügung steht.

Seit 25.5.2014 sollte der kleine Platz fertig sein, acht Wochen nach dem Beginn der Bauarbeiten Anfang April 2014. So war es versprochen worden. Die Arbeiten dauerten jedoch zwei Monate länger und sind heute Mittag noch nicht abgeschlossen. Weshalb? War von Anfang an klar, daß eine Firma für einen kleinen Platz vier Monate braucht? Wurde beim Vertrag gelogen? Wurde die Öffentlichkeit belogen?

Im Vergleich zu vorher stellen sich Fragen wie:
Wie gefällt Ihnen die Gestaltung?
Genießen Sie es, in der prallen Sonne zu sitzen, weil keine einzige Bank mehr im Schatten steht?
Halten Sie es für sinnvoll, in der JuliHitze Neupflanzungen vorzunehmen, die permanentes Gießen, also WasserVerschwendung nach sich ziehen?
Gefällt Ihnen die große Fläche, die mit Platten ausgelegt ist und sich im Sommer stark aufheizt?
Lädt der Platz zum Ausruhen und Verweilen wirklich ein?
Wird der StraßenLärm besser als bisher gedämpft?

Diese Fragen beantworte ich persönlich negativ. Es handelt sich bekanntlich auch um eine Geldverschwendung. Die Allianz ist der Sponsor, doch sie macht nichts umsonst. Wurden die vielen BaumFällungen auf dem Triton-Grundstück genehmigt, ohne 1:1 Nachpflanzungen? Bisher gibt es keine klare Aussage dazu.

Auf dem Odina-Bott-Platz ist jetzt weniger Grün als vorher, weil viele hohe, gesunde Büsche entfernt wurden und ein ZierkirschenBaum weniger dasteht. Für die Vögel fehlt das dichte Gebüsch. Die Überarbeitung des Bestandes und eine kontinuierliche gute Pflege wurde vom Grünflächenamt nicht geleistet. Ob ab jetzt die viel aufwendigere Pflege gesichert ist, darf bezweifelt werden.

Gut ist der BücherSchrank als KommunikationsAngebot.

Sehr positiv ist, daß die dortige BusHaltestelle jetzt barrierefrei ist. Doch für die Entfernung der Büsche neben dem RadStreifen ist kein Ersatz geschaffen worden.

Es fehlt weiterhin der Aufzug zur U-Bahn.

Noch ist das Radfahren gegen die Einbahnstraße in der Freiherr-vom-Stein-Straße nicht ausgeschildert. Ich kann mir vorstellen, daß die enge Passage viele dazu verführt, auf dem Gehweg zu fahren. War das letztlich so gewollt?

Noch stehen die Poller nicht, die das AutoParken auf dem östlichen Gehweg der Freiherr-vom-Stein-Str. versperren. Das StraßenVerkehrsamt war nicht bereit, frühzeitig die Poller zu setzen. So ist das mit der Förderung des AutoVerkehrs zulasten des FußVerkehrs in Frankfurt. Eine neue MobilitätsOffensive zur Einschränkung des unnötigen Autoverkehrs gibt es mit dem grünen Verkehrsdezernenten Stefan Majer nicht, allen Beteuerungen zum Trotz.

Die Kastanien am Straßenrand der Bockenheimer Landstraße im unmittelbaren Umkreis des Odina-Bott-Platzes könnten eine Erneuerung vertragen. Eine Kastanie ist abgestorben, sechs weitere sind kärglich. Vielleicht würden andere Baumarten dort über der U-Bahn besser gedeihen?

Nachtrag am 13.8.2014

In dem heutigen Artikel zum Odina-Bott-Platz hat Claudia Michels in der FR auf meine Berichterstattung hier im blog zurückgegriffen, auch meinen blog genannt, wie es sich gehört. Leider hat sie vor dem Artikel keinen Kontakt zu mir aufgenommen.

Claudia Michels konstruiert einen Widerspruch zu meiner Aussage, wenn sie behauptet: Odina hätte sich gefreut, wenn ein Investor Geld für Grün in die Hand genommen hätte.

Ich sage: Odina hat immer gegen die Vernichtung von Grün und für mehr Bäume und die Einhaltung der Baumschutzsatzung gekämpft. So denke ich, daß sie z.B. gegen die radikale Abholzung von großen Büschen auf dem Platz gewesen wäre, wie Ende Februar 2014 dort geschehen. Wir können sie nicht mehr befragen. So streiten sich zwei ZeitZeuginnen. Bei dem versteinerten, entbaumten Garten der Allianz kann es eine Übereinstimmung geben.

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