Im Westend demonstrativ gegen MieterVerdrängung

Demo 1.8.2014- 1

Demo 1.8.2014- 2

Demo 1.8.2014

Vor dem Haus Feldbergstrasse 38 versammelten sich heute rund 100 Menschen zum Protest gegen den Umgang mit den Mietern zum Beispiel in der Unterlindau 71.
Fotos Gisela Becker
Demo 1.8.2014- 4


Trotz der VormittagsStunde waren so viele gekommen, um sich mit den betroffenen Mietern zu solidarisieren. Dazu gehörten auch viele Betroffene aus der Friedberger Landstrasse 98, die dort noch 3 Etagen bewohnen. Das Haus gehört der selben ImmobilienGruppe.

Allen voran sicherte der Ortsvorsteher des Ortsbeirats 2, Axel Kaufmann, den Mietern Unterstützung zu! Das finde ich beachtlich. Das ist durch die gründliche, unermüdliche und überzeugende Arbeit von Gerlinde Becker von der Aktionsgemeinschaft Böhmerstraße gelungen. Ihr Herz schlägt für die Mieter, für soziale Mietverhältnisse und für die Stadt für Alle! Sie versteht zu überzeugen.

„Herr Doktor will nur Kapital. Die Mieter sind ihm scheißegal,“ wurde im Sprechchor gerufen. Und: „Das Haus verdreckt, die Mieter leiden. Wir sind da um anzukreiden!“ Auf Plakaten stand: „Gegen Ausgrenzung und Entmietung! Die Stadt gehört allen!“ Und: „Keine Profite mit der Miete. Wohnen ist Menschenrecht.“ Und: „Bezahlbarer Wohnraum. Milieuschutz. Wohnraum-Zweckentfremdungs-Verbot. Stop Mieterverdrängung.“

Axel Kaufmann blieb beharrlich, um mit Herrn X. zu sprechen. Mit ihm gingen viele Demonstrierende ins Haus. Doch an der Praxistür wurden sie von der Sprechstundenhilfe abgewiesen. Herr X. gebe kein Interview.

Das ist kein Stil. In einer demokratischen Gesellschaft muß über das Wohnen öffentlich  gesprochen werden! meine ich.

Dabei wäre das Fernsehen beim Gespräch dabei gewesen. Spiegel TV und RTL waren während der Demo vor Ort und machten zahlreiche Interviews mit Betroffenen. Auch FR, FAZ und FNP waren vor Ort.

Spiegel TV hat bereits während des Films „Frau Lenke wohnt hier nicht mehr“ Aufnahmen gemacht, so daß eine aufmerksame Doku entstehen kann.

Nachzuhören im Internet „Platz machen für die Reichen
Gentrifizierung im Frankfurter Westend“
hier

Der Protest ist im Gange. Die Spekulanten müssen sich der öffentlichen Diskussion stellen. Sie machen Frankfurts soziale Gesellschaft kaputt. Wie sie es schon – zusammen mit der Stadt – in den 70er Jahre taten, um die WohnraumSpekulation anzuheizen und Gewinne auf Kosten der WohnBevölkerung zu maximieren. Damals wurden Gründerzeit-Häuser in Massen abgerissen, um Bürohochhäuser zu bauen. Jetzt werden bezahlbare Mietwohnungen zu Luxus-Eigentums-Wohnungen. Dagegen muß die Stadt alles tun! Auch jetzt darf die Stadt nicht zu den Machenschaften, in die sie selbst verstrickt ist,  schweigen.
Gisela Becker

Die FNP dazu am 2.8.2014 „Entmietung“: Mieterprotest im Westend hier

Die FR dazu am 2.8.2014 „Aufstand der Mieter“ hier

Die FAZ dazu am 2.8.2014 „“Anwohner protestieren gegen Entmietung“ und „Rumänen raus, Rumänen rein, das geht sehr schnell“

Die FAZ berichtete am 28.7.2014 zur selben Thematik „Hausverwaltung auf die harte Tour“               hier

Die FR berichtet am 6.8. hier

FR 6.8.2014 „Es braucht einen langen Atem“ (link noch nicht möglich)
FR 6.8.2014 „Die falsche Zielperson getroffen“ (link noch nicht möglich)

Überarbeitung des Artikels am 7.8.2014 auf Wunsch eines Rechtsanwalts: Entfernung von Namen. Dem komme ich hiermit gern nach.

Nachtrag am 16.8.2014

Heute wird von Claudia Michels in der FR im Artikel „Axel Kaufmann, der Kümmerer“ dem Ortsvorsteher des Ortsbeirats 2, Axel Kaufmann (CDU) Anerkennung für sein Engagement gezollt.

Er verdient auch aus meiner Sicht wirklich Anerkennung. Er überlegt Lösungen. Er beweist beim Thema MieterVerdrängung Rückgrat. Er spricht mit den Beteiligten eines Konfliktes. Er nimmt sich Zeit für Gespräche. Er beantwortet jede mail! Bürgerbeteiligung ist ihm wichtig. Das klappt aber nur, weil die Bürgerinnen und Bürger darauf bestehen. Manchmal wird er ungeduldig.

Nachbemerkung am 15.10.2016

Über zwei Jahre ist es her. Nun erfahren wir aus der Presse, daß der Personenkreis identifiziert und von Strafverfahren umzingelt ist. Siehe FR 13.10.2016 „Der Doktor und das liebe Geld“ (Druckausgabe), im Internet „Doktor gibt den Mafiapaten

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