Erhebliche Mehrkosten für die Kreuzung am OpernTurm

Das ist ja der Hammer! Eine halbe Million Euro mehr kostet die Umgestaltung und Erneuerung der Straßen um den OpernTurm. Die Mehrkosten trägt nicht etwa der Investor des OpernTurms, sondern wir als SteuerzahlerInnen. Begründet werden die Mehrkosten unter anderem mit der Verdoppelung der Bauzeit von 6 auf 12 Monate, denn Zeit ist Geld.

Außerdem seien ein paar Schwierigkeiten aufgetreten, so mit der Stadtentwässerung. Auch hätten Demos und Baustopps durch die Polizei zu einer Verlängerung geführt. Während Aufführungen in der Alten Oper mußte selbstverständlich Ruhe herrschen. Interessant ist auch der Punkt „Wechsel der Bauüberwachung“, also der Privatisierung einer Kontroll-Leistung, die die Stadt selbst zu erbringen hat.

Mit der Entwässerung gibt es bekanntlich weiter große Probleme. Das Regenwasser bildet große Pfützen am Ampelübergang zwischen Opernplatz und Bockenheimer Landstraße, so daß FußgängerInnen und RadfahrerInnen ein kleines Bad nehmen müssen.

Interessant ist auch die Tatsache, daß die Rohrungetüme für die Hotelbaustelle ein Verteuerungsgrund sind. So heißt es:

„Hinzu kam in diesem Baufeld eine Behinderung durch eine Grundwasserversorgungsleitung auf Stützen für eine andere Baustelle. Diese musste während der Bauausführung im Baufeld 3 durch eine geeignete Fachfirma mehrfach umgesetzt werden, damit die Plattenarbeiten durchgeführt werden konnten. (Hervorhebung d. Verf.)“ Zu der Verschönerung des Opernplatzes durch die Rohre in luftiger Höhe machte ich mich hier im blog lustig.

Nun bange ich um die acht Bäume, die in die Straße Bockenheimer Anlage als Straßenteiler gepflanzt wurden. Die schmalen, autogerechten Kronen wirken nicht sehr vital,
sondern haben deutlich von der Hitze geschädigtes braunes Laub. Ich füge ein Bild auf der Grundlage des Baumkatasters ein.
Kreuzung Opernturm

Die Bäume im Straßenraum sind im Kataster noch nicht aktiviert, deshalb grau statt grün. Rückt man / frau zum Rothschildpark im Geoportal des Baumkatasters vor, sind die Bäume auf „privater“ Fläche auch nicht aktiviert. Das muß sich ändern. Baum ist Baum. Wertvoll sind alle. Für das StadtKlima sind alle notwendig.
Gisela Becker

Nachzulesen sind die Mehrkosten in der Magistratsvorlage M 126 / 2014 hier

Nachtrag am 6.8.2014:
Herrlich ironisch dazu ist der Kommentar in der FAZ „Wunderbare Massenvermehrung“

 

Nachtrag am 13.8.2014

Der Starkregen heute hat wieder gezeigt, daß die Entwässerung an den Ampelübergängen, insbesondere an der nördlichen Ampel am Opernplatz Richtung Bockenheimer Landstraße, völlig unzureichend ist. Dort bildet sich ein See. Ob es wieder ein Anlaß wäre, die Stadt per mail darauf aufmerksam zu machen? Die Stadtentwässerung ist verantwortlich. Nach meiner letzten mail hat sich rein gar nichts bei der Situation gebessert. 

Der Verkehrsdezernent ist zuständig,  daß die Gehwege und Radwege passierbar sind. Weggucken ist keine Methode.

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