Wallanlagen – das AusstellungsProjekt Stadtlabor unterwegs geht zu Ende

Die InformationsTafeln an den gelben Stelen, an den LitfaßSäulen und auf den BetonRingen im grünen Ring der Wallanlagen werden abgebaut. Auch unsere* LitfaßSäule in der Bockenheimer Anlage mit den Bildern des Protests gegen die Fällung von 23 Bäumen für das Luxushotel weicht.

Die Frage der Nachhaltigkeit stellt sich. Zwar wird es eine Doku geben und das Projekt wird im Historischen Museum im Stadtlabor seinen Platz finden. Doch wie nachhaltig war das Projekt für die Wallanlagen selbst?

Wie wird das Projekt weiter Wirkung entfalten? Wer kümmert sich mehr um den Schutz der Wallanlagen als bisher? „Uns, der Stadtbevölkerung, gehören die Wallanlagen!“ Doch wer bestimmt über sie?

Noch nicht einmal die Beschilderung mit „Wallanlagen“ ist zugesagt! Das war eine elementare Forderung von Anfang an. Es steht auch auf einer InfoTafel. Damit hat es sich.

Auch die Nachpflanzung aller fehlenden Bäume ist nicht zugesagt! Ob die Beschilderung der Bäume mit deutschem und botanischem Namen und Pflanzjahr beim Umweltdezernat Gehör findet? Wir haben mit einer Unterschriftenaktion begonnen. Ich habe den Wunsch an das Umweltdezernat und den Ortsbeirat 1 per mail geschickt.

Ob der Autoverkehr und Verkehrslärm reduziert wird? Ob die breiten Straßenübergänge, die die Wallanlagen durchschneiden, zugunsten des Erholungswertes der Wallanlagen schmaler werden?

Viele Fragen stellen sich zur Nachhaltigkeit, zur besseren Beschilderung und Verbesserung der gesamten Parkanlage.

Die Thematik hat in der Frankfurter Tagespresse ein gutes Echo gefunden. Heute schreibt die FR „Die Wallanlagen gehören uns. Wie aus einem Partizipationsprojekt ein vernehmlicher Protest wurde.“ Das ist es: Wir nehmen uns des öffentlichen Raums an und protestieren gegen Mißstände und falsche Planung und schlechte Durchführung.

Ich war die Initiatorin
Das Projekt hatte ich angeregt aufgrund der Fällung der 23 Bäume für das Luxushotel. Es ist die INITIATIVE RETTET DIE BÄUME – RETTET DIE WALLANLAGEN.

Doch das Historische Museum fälscht nun, indem es behauptet, es habe noch andere als Initiatoren gegeben.  Tatsache ist, daß die Anregung von mir beim Tag der Offenen Tür 2012 im Römer kam. Daraufhin gab es in größeren Abständen zwei Besprechungen. Da war niemand von den „Anderen“ dabei. Es gab sie schlichtweg nicht, sonst wären sie bei den ersten Brainstorming-Treffen dabei gewesen! Beim ersten Workshop am 27.7.2013 im Odeon, ein äußerst heißer Tag, war ich als Initiatorin vorgestellt worden. Da stimmte noch alles.

Bei  der Eröffnungsveranstaltung 2014 wurde eine Frau genannt, die bestimmt nicht Mit-Initiatorin war. Ich war total überrascht über diese Geschichtsklitterung.  Die Frau wies anschließend ausdrücklich schriftlich das Historische Museum darauf hin, daß sie nicht als Initiatorin benannt werden darf.

Es ist bedauerlich, daß das Historische Museum weder politisch noch historisch korrekt die Angabe von mir als Initiatorin in der Endfassung der Dokumentation aufnehmen will. Es wurde ausdrücklich von den Stadtlabor-Leiterinnen abgelehnt! Ich habe die Ablehnung schriftlich erhalten. In Gesprächen mit anderen StadtlaborantInnen wurde das mit Kopfschütteln quittiert.

Bedauerlich ist auch, daß ich keine Podiumsteilnehmerin bei der Diskussion „Wir sind die Stadt?“ sein werde (jetzt verschoben auf 29.10.2014). Ich wurde schlichtweg nicht gefragt.

Das partizipative Projekt hat Besonderheiten, die ich mit demokratischen Prinzipien nicht in Verbindung bringen kann.

* „unsere“ bedeutet:
Gisela Becker und Gisela Henning,
Ich danke Gisela Henning sehr fürs Mitmachen und das gemeinsame Ausstellungsprojekt!

„unsere“ bedeutet auch:
INITIATIVE RETTET DIE BÄUME – RETTET DIE WALLANLAGEN

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