Spaziergang im Grüneburgweg – Gehwege sind zu sehr zugestellt

„Sicher und mobil im Alter“ – Fußwegenetz in der Diskussion
Veranstaltung am Dienstag, 7.10.2014 um 16.30 Uhr in der Ignatius-Gemeinde, Gärtnerweg 60, Ffm-Westend

Vier Power-Frauen machten sich am Montag bei sommerlichen Temperaturen auf den Weg. Sie besichtigten die Situation der Gehwege im Grüneburgweg zwischen Eschersheimer Landstraße und Reuterweg. Ergebnis: Es gibt nur wenige richtig breite Stellen. Es steht viel zu viel rum auf den Gehwegen. Die Tempo-30-Schilder seien zu wenig sichtbar. An bestimmten Stellen könnten Sitzgelegenheiten platziert werden.

Als Vorbereitung für die Veranstaltung „Sicher und mobil im Alter“ des Seniorenrathauses Bockenheim am kommenden Dienstag, 7.10.2014 um 16.30 Uhr in der Ignatiusgemeinde hatten wir von der Vorbereitungsgruppe zur Ortsbegehung eingeladen. Gisela Becker vom VCD markierte mit Zollstock die schmalen Stellen.

Vier Power-Frauen diskutierten und kommentierten:

„Da sollte eine Bank hin.“

„Da ist es mit 80 cm auf dem Gehweg zu schmal. Der Parkomat gehört nicht auf den Gehweg. Er ist für die Autos, also gehört er auf die Straße.“

„Die Reklameschilder des Cafés dürfen den Gehweg nicht einengen. Jetzt bleiben nur 1,20 m zum Passieren.“

„Warum fährt der Radfahrer auf dem Gehweg. Noch dazu hat er einen Hund neben sich laufen.“ „Wo soll er denn sonst fahren?“ „Auf der Straße.“ „Mit Hund sollte er das Rad auf dem Gehweg schieben.“

„Warum stehen die Autos auf dem Gehweg? Sie gehören auf die Straße.“

„Außer der Querung Körnerstraße müssen alle Kreuzungen des Grüneburgwegs noch mit Blindenleitsystem ausgestattet werden. Außerdem fehlt die akustische Signalisierung.“

„Die Oberfläche des Gehwegs ist sehr uneben. Hier ist sogar eine wackelnde Platte. Ganz gefährlich bei Glätte (der Winter kommt bestimmt) sind die Metalldeckel auf den Gehwegen wegen der Rutschgefahr. Für Rollatoren sind Unebenheiten, Löcher und Bordsteine ganz schwierig. Der Rollator selbst ist ein technisches Problem für viele Menschen, die mobilitätseingeschränkt und krank sind.“

„Beim Rewe ist es zwischen den Gemüse-, Obst- und Blumenauslagen zu schmal. Nur 2 m Breite. Für zwei Personen müßten es 1,60 m Breite sein, für vier Personen 3,20 m. Wie soll hier ein Rollstuhl, ein Kinderwagen richtig schnell durchkommen? Da muß immer jemand warten. Außerdem kommt man nicht ohne Hindernisse auf die Bänke. Das ist unakzeptabel.“

„Um die Kastanie vor dem BioLaden ist eine halbe Rundbank. Hier sollte die Stadt die andere Hälfte der Rundbank hinstellen. Das wäre schön, so ein Schattenplatz.“

Das waren Argumente und Kommentare vom gestrigen Spaziergang. Ein voller Erfolg. Am wichtigsten war die Barrierefreiheit und die Bänke.

Straßenverkehrsamt sagt weitere Verbesserungen zu

Inzwischen hat Markus Stenzel vom Fachamt überprüft, daß das Tempo-30-Schild an die Eschersheimer Landstraße vorgerückt wird. Jetzt steht es erst an der Körnerstraße. Doch Tempo 30 als Markierung auf der Straße befürwortet er nicht. Ich hatte dem Fachamt vor paar Tagen eine mail mit meinen Vorschlägen geschickt. Dazu gehörte Tempo 30 auf dem Asphalt, weil das erst seit wenigen Tagen dort eingeführt wurde. Und viele mit den Autos viel zu schnell fahren, weit mehr als Tempo 30.

Markus Stenzel will prüfen, ob das halbe Gehweg-Parken vor den Geschäften auf der Südseite entfallen kann, die Autos dann am Straßenrand parken. Denn das machen sie bereits an einigen Tagen, habe ich mich überzeugt und ans Fachamt das Foto mit meinen Wünschen zur Verbesserung der Gehweg-Situation geschickt. Das Sonderangebot der abmarkierten Abbiegespur in den Trutz würde dann entfallen. Geht ohne weiteres.

Dann hätten wir endlich die volle Gehweg-Breite für den starken Fußverkehr! Ist doch was.

Am Dienstag 7.10.2014 werde ich über das Projekt Nahmobilität im Nordend mit einigen Fotos berichten. Ich war in der Steuerungsgruppe. Außerdem wird Mathias Biemann vom VCD über FußwegProbleme und Verbesserungen referieren. Mona Winkelmann vom städtischen Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung wird über Verkehrsplanung in Frankfurt berichten. Alles wird zur Diskussion gestellt.

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