Das grüne Eck im Nordend darf weiter blühen

Trompetenbaum und Blechbadewanne mit Pflanzen bleiben erhalten
Engelstrompete

Seit 30 Jahren habe ich die originelle Bepflanzung an der Ecke Bornwiesenweg / Fichardstraße bewundert. Es ist mein regelmäßiger Radweg vom Garten in Eschersheim zu meiner Wohnung im Westend.

Da las ich vor 14 Tagen in der FR, daß die blühende Ecke weg solle. Das Straßenbauamt habe das verfügt. Die Stadtpolizei habe das verlangt. Wie? Fehlt der Verwaltung denn jedes Augenmaß und jeder Sinn für urbane Kreativität, fragte ich mich. Wird Urban Gardening schief angesehen statt gefördert?

Las dann aber schon, daß sich mehrere Leute empörten und die Entscheidung der Behörde nicht verstanden. Am Freitagmorgen, 10.10.2014 fragte ich Gudrun Hübner, die Frau mit dem Grünen Daumen, die Besitzerin des Restaurants, ob die Pflanzen bleiben könnten. Sie wolle nicht vorgreifen, mittags käme der Verkehrsdezernent vorbei.

Ich drückte ihr die Daumen, daß in dem Gespräch mit Stefan Majer, der um 13 Uhr vorbeikommen wolle, der Verbleib der Pflanzen sichergestellt werden könne. Wichtig seien die klärenden Gespräche, nicht das Verfügen.

Jetzt lese ich erfreut in der FR am 11.10.2014 „Straßenecke bleibt grün“. Und: “ ´Ich drücke Ihnen die Daumen, daß die Blumen bleiben können´, sagte eine Passantin ..“. Das war ja wohl ich.

Gudrun Hübner erhält einen Gestattungsvertrag für die grünen Pötte und wo sie stehen dürfen. Wir können uns also weiterhin über die bepflanzte Ecke freuen, die fast das ganze Jahr blüht. Die Inhaberin muß allerdings weiterhin immer bei der Außengastronomie und der Bepflanzung die gestatteten Maße einhalten, damit der Fußverkehr nicht behindert wird.

Die bunte Kräutervielfalt auf der Mauer über den Mülltonnen stammt auch von Gudrun Hübner. Der Beton wird etwas kaschiert. Die Insekten haben Nektar. Was wäre das Eck trist ohne diese Bepflanzung und Pflege! Paar Schritte weiter nördlich gibt es einen betonierten Vorgarten, bei dem die Stadt nicht die erforderliche gärtnerische Pflege durchsetzt. Das wäre ein Aufgabengebiet, allerdings für die Bauaufsicht, mit der wir nicht zufrieden sein können.

Die Blechwanne, so lese ich in der FR, wurde vor 30 Jahren von Andreas Meyer-Hanno, Professor an der Musikhochschule, schon bepflanzt. Das war 1984. Was geschah alles 1984?

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